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BASF: Nicht mehr die Nummer 1?

BASF: Nicht mehr die Nummer 1?
Foto: Uwe Anspach/picture-alliance/dpa
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Thorsten Küfner Heute, 07:37 Thorsten Küfner

Über viele Jahre hinweg war BASF der weltweit größte Chemieproduzent. Doch diese Führungsrolle könnte der Ludwigshafener DAX-Konzern bald verlieren. Schließlich holen andere Firmen aus Asien auch durch Zusammenschlüsse immer weiter auf. Doch diese Entwicklung sieht BASF-Chef Markus Kamieth relativ gelassen. 


Kurzfassung:

• BASF könnte seine Position als weltweit größter Chemiekonzern an chinesische Wettbewerber verlieren, sieht dies aber gelassen.

• Konzernchef Markus Kamieth setzt nicht auf maximale Größe, sondern auf Profitabilität und Wertschaffung.

• China bleibt für BASF der wichtigste Wachstumsmarkt für den Konzern, der aktuell noch von Engpässen infolge der Hormus-Krise profitiert.


So betonte er vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW): "Größe per se ist für uns kein Ziel." Kamieth erklärte:  "Wir werden vielleicht nicht mehr das größte Unternehmen der Welt sein, da werden uns andere in der schieren Größe überholen. Aber wir werden eines der werthaltigsten Unternehmen in unserer Branche ‌bleiben."

Gemessen am Umsatz ist der chinesische Chemieriese Sinopec bereits sehr nahe an BASF herangerückt. So kam der Konzern 2025 auf Erlöse von 464 Milliarden Yuan (etwa 68,5 Milliarden Dollar) und lag damit nur noch sehr knapp unter dem Umsatz von BASF von 59,7 Milliarden Euro (rund 68,9 Milliarden Dollar). Auch PetroChina wächst immer weiter. Schließlich bleibt China der mit Abstand wichtigste Chemiemarkt der Welt. So dürfte das Land laut Kamieth rund drei Viertel des weltweiten Chemie-Wachstums ausmachen. "Auf ‌den Markt wollen wir einfach nicht verzichten", betonte der BASF-CEO und rechtfertigte damit noch einmal die Eröffnung des neuen Verbundstandorts im chinesischen Zhanjiang.

Aktuell profitiert BASF von diversen Engpässen im Markt ausgelöst durch die Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Für das zweite Halbjahr bleibt er aber eher zurückhaltend. Er betonte aber: "Europa wird nicht nur eine Chemieindustrie brauchen, es wird auch eine starke Chemieindustrie haben."

BASF (WKN: BASF11)

Die BASF-Aktie schwächelt aktuell etwas, bleibt aber für langfristig orientierte Anleger weiterhin ein attraktives Investment. Der Stoppkurs sollte unverändert bei 39,00 Euro belassen werden. 

Hinweis auf Interessenkonflikte


Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

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