Ab 22 Uhr: Die neue Ausgabe des AKTIONÄR als E-Paper
25.02.2020 Marion Schlegel

BASF: Jetzt wird es richtig eng!

-%
BASF
Trendthema

Die Aktie von BASF ist in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck geraten. Zuletzt belastete zudem ein Schadenersatz-Urteil im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Dicamba. Hier könnte der Chemiekonzern aber nun möglicherweise glimpflicher davonkommen. Ein Richter stimmte der Anhörung von Argumenten der Anwälte zu. Diesen zufolge könne BASF im ersten, gemeinsam mit Bayer verlorenen Dicamba-Prozess nicht für sogenannten Strafschadenersatz herangezogen werden, wie aus Gerichtsunterlagen vom Donnerstag hervorgeht.

So hatte eine Geschworenenjury einem Pfirsich-Bauern aus Missouri vor gut einer Woche 265 Millionen Dollar (245 Millionen Euro) Schadenersatz im Zusammenhang mit angeblich durch Dicamba verursachten Ernteschäden zugesprochen. Allerdings sind davon nur 15 Millionen Dollar für die Schäden. 250 Millionen Dollar sind sogenannter Strafschadenersatz, der im US-Recht in bestimmen Fällen verhängt werden kann.

BASF (WKN: BASF11)

Der Landwirt Bill Bader beschuldigt Bayer und BASF, dass er durch den Einsatz von Dicamba auf benachbarten Feldern Ernteverluste erlitten habe, da Teile des Unkrautvernichters auf seine Plantagen geweht worden sein sollen. Wie der durch die Jury zugesprochene Schadenersatz unter den Unternehmen aufgeteilt wird, blieb zunächst offen. BASF als auch Bayer, das den Dicamba-Hersteller Monsanto 2018 übernommen hatte, hatten umgehend Rechtsmittel gegen das Urteil angekündigt.

Mit dem jüngsten Kursrückgang ist die Aktie von BASF nun mittlerweile nahe an den Stopp des AKTIONÄR bei 54,50 Euro herangelaufen. Dieser sollte in jedem Fall beachtet werden. Die trägere Weltwirtschaft macht BASF wie vielen anderen Chemiekonzernen zu schaffen. Mitte 2019 musste Konzernchef Martin Brudermüller bei den Jahresprognosen zurückrudern. Wie es letztendlich gelaufen ist, wird sich bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2019 an diesem Freitag (28. Februar) zeigen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BASF.

Buchtipp: Management by Internet

Die digitale Transformation ist in vollem Gange: Das Internet hat unser Leben verändert und auch Unternehmen müssen auf diesen Wandel reagieren. Management by Internet – das bedeutet, neue Werte wie Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität, die für „Digital Natives“ schon längst Alltag sind, auch in der Unternehmenskultur zu verwirklichen. Nur dann gelingt es, talentierte Nachwuchskräfte an sich zu binden, Mitarbeiter immer wieder aufs Neue zu motivieren und innovativ zu bleiben. Wie man diese neuen Führungsmodelle umsetzt und zugleich alte Unternehmensstrukturen gekonnt mit der neuen Wertewelt vereint, zeigt der Experte für Digital Leadership Dr. Willms Buhse unter anderem anhand von Unternehmen wie Bosch und Bayer sowie zahlreichen weiteren Beispielen aus der Praxis. Erfahren Sie, wie Unternehmen wie Bosch, Bayer, der SWR und viele andere den Wandel angehen und meistern. Lernen Sie, mithilfe welcher Methoden und Instrumente Sie den Wandel einleiten und unterstützen können: Innovative Fehlerkultur mit Rapid Recovery, Strategie-Entwicklung mit BarCamps und OpenSpaces, agile Umsetzung in FedExDays, Stand-ups statt Routinemeetings. Nutzen Sie den Selbsttest „Leadership Assessment“, um zu erkennen, ob die digitale Transformation für Sie noch Neuland ist oder ob Sie schon ein echter Digital Leader sind!

Autoren: Buhse, Willms
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 10.06.2014
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-172-6