04.05.2020 Markus Bußler

Barrick Gold: Die Wende?

-%
Barrick Gold

Nachdem die Aktie des weltweit zweitgrößten Goldproduzenten Barrick Gold am Donnerstag unter Druck geriet, kam es am Freitag zu einer deutlichen Erholung. Was war geschehen? Noch am Donnerstag schien der Streit zwischen der Regierung Papua-Neuguineas auf der einen und Barrick Gold und Zijin Mining auf der anderen Seite zu eskalieren. Der Grund: Progera. Die Goldmine, die Barrick und Zijin in einem Joint-Venture betreiben.

Wie bereits berichtet, verweigert die Regierung von Papua-Neuguinea die beantragte Verlängerung der Abbaulizenz um weitere 20 Jahre und drohte sogar mit der Enteignung des Projekts. Dies wiederum rief nach Barrick auch Joint-Venture-Partner Zijin Mining auf den Plan. Der Konzern warnte Papua-Neuguinea mit einer Verschlechterung der Beziehungen mit China, sollte die Minenlizenz nicht erteilt werden. Jetzt scheint etwas Bewegung in die zuletzt doch festgefahrenen Fronten zu kommen. Und diese Bewegung kommt ausgerechnet von einem Gericht in Papua-Neuguinea. Dieses ordnete an, dass die Regierung den Sachverhalt noch einmal prüfen solle. Zudem sollten sich die Parteien – also Barrick Gold und Zijin Mining auf der einen Seite, die Regierung von Papua-Neuguinea auf der anderen Seite – an einen Tisch setzen und über den Sachverhalt sprechen. In einer Woche sollen die Parteien dann wieder vor dem Gericht erscheinen und berichten. Sollte es zu keiner Einigung kommen, soll ein Mediator bestellt werden, der sich der Sache annimmt.

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Meinung: Hier dürfte vermutlich eine finanzielle Lösung gefunden werden. Papua-Neuguinea scheint einen größeren (finanziellen) Anteil an dem Projekt haben zu wollen. Hier scheint sich ein ähnlicher Weg anzubahnen wie bei Acacia (jetzt wieder Barrick) in Tansania. Eine Enteignung erscheint hier für beide Parteien keine vernünftige Lösung zu sein. Spannend wird es für Barrick-Anleger zudem am Mittwoch, dann will der Konzern seine Q1-Finanzzahlen vorlegen.

Barrick Gold (WKN: 870450)