21.03.2019 Markus Bußler

Barrick Gold: Da geht noch was!

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Barrick Gold
Trendthema

Es ist ruhig geworden um den weltgrößten Goldproduzent Barrick Gold. Nachdem es zuletzt praktisch täglich Neuigkeiten bezüglich der feindlichen Übernahme-Offerte für Newmont Mining gegeben hat, hat sich mittlerweile alle sin Wohlgefallen aufgelöst. Keine Übernahme, dafür ein Joint Venture zwischen den beiden großen Goldproduzenten. Das neue Joint Venture wird das größte Gold produzierende Asset auf diesem Planeten.

Barrick und Newmont werden in den kommenden Jahren rund 4 Millionen Unzen jährlich in Nevada produzieren, die Reserven belaufen sich auf rund 48 Millionen Unzen. Damit hat man ein rechnerisches Minenleben von zwölf Jahren, das sicherlich durch Exploration und strategische Übernahmen noch deutlich verlängert werden kann. Für Anleger wichtig: Das Joint Venture bringt einiges an Synergien. Hochgerechnet auf die kommenden 20 Jahre spricht man von 4,7 Milliarden Dollar, wobei Barrick und Newmont in den ersten Jahren sicherlich stärker profitieren.

Hohes Sparpotenzial

Das Ganze scheint den Markt aktuell ziemlich kalt zu lassen. Die Barrick-Aktie läuft praktisch seitwärts seit die Übernahmeschlacht begonnen hat. Und auch die Einigung auf das Joint-Venture hat keine neuen Impulse gebracht. Das ist dann doch etwas verwunderlich und sollte von Investoren, die an ein Comeback des Gold-Marktes glauben, als Kaufchance gesehen werden. Von den Synergien in Höhe von 4,7 Milliarden entfallen 2,9 Milliarden auf Barrick Gold. Barrick wird sich damit einen größeren finanziellen Spielraum erarbeiten, der zum Ausbau auch anderer Assets genutzt werden dürfte beziehungsweise zu Zukäufen. Nicht umsonst hatte CEO Mark Bristow ja angekündigt, man benötige mehr Assets in Kanada. Bislang hat man diesen Worten aber noch keine Taten folgen lassen. Das könnte sich in den kommenden Monaten ändern.

Kurzum: Der Markt schenkt dem Joint Venture noch keine Bedeutung. Doch das Joint Venture ist für beide Konzerne, insbesondere aber für Barrick Gold, positiv. Das Einsparpotenzial ist immens. Sicherlich wird es Monate dauern, das Joint-Venture zu formen. Aber der Markt wird das Schritt für Schritt einpreisen und das sollte der Aktie Rückenwind verleihen.