Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
14.01.2014 Thorsten Küfner

Bank of Ireland: Das sind die neusten Schätzungen

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Trendthema

Die Aktie der Bank of Ireland hat im gestrigen Handel fast vier Prozent zulegen können und notierte zwischenzeitlich bei 0,32 Euro. Viele Anleger fragen sich nun, ob der Bankentitel nun bereits zu teuer ist. Um diese Frage zu beantworten, muss ein näherer Blick auf die Prognosen der Analysten geworfen werden.

Für das gerade beendete Geschäftsjahr 2013 rechnen die Experten aktuell mit einer Verringerung des Verlustes von knapp zwei Milliarde Euro im Jahre 2012 auf „nur noch“, 500 Millionen Euro. Im laufenden Jahr dürfte dem Kreditinstitut der Turnaround gelingen und vor Steuern ein Gewinn von 890 Millionen Euro erzielt werden. Das Ergebnis je Aktie soll sich auf 1,5 Cent belaufen, woraus sich ein stolzes KGV von 20 ergibt. Im kommenden Jahr prognostizieren Analysten dann einen Gewinn von knapp 2 Cent, 2016 sollen es dann sogar 3 Cent werden, die KGVs würden dann auf 14 und 10 sinken.

KGV dürfte weiter sinken

Allerdings sind die Gewinnprognosen in den vergangenen Wochen und Monaten stetig gestiegen. Und ein Ende dieser Entwicklung ist vorerst nicht absehbar. Denn angesichts der Tatsache, dass sich die irische Wirtschaft erholt und das Vertrauen der Investoren in Irland und die Bank of Ireland steigt (wodurch die Refinanzierungskosten sinken), könnten die Gewinnerwartungen noch weiter anziehen und die KGVs dementsprechend sinken.

Mutige können zugreifen

DER AKTIONÄR bleibt für die Bank of Ireland weiterhin zuversichtlich. Der Trend bei der Aktie stimmt nach wie vor und das Sentiment für Bankaktien bleibt positiv. Allerdings bleibt die volatile Aktie der Bank of Ireland nur für Mutige Anleger geeignet (Stopp: 0,215 Euro).

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