2022 hat wild begonnen – und könnte den Anleger noch jede Menge abverlangen. Das jedenfalls meinen Savita Subramanian und sein Team von der Bank of America. Es sei ein Fehler, zu glauben, die Aktienmärkte würden Zinserhöhungen einfach so abtun wie in früheren Phasen. Dieses Mal könnte es sein wie 1999/2000.
Das läge an der hohen Bewertung von Aktien, so Subramanian. „Der S&P 500 ist vor der ersten Zinserhöhung teurer als in jedem anderen Zyklus außer 1999/2000“, so der Stratege. Wer dies nicht ignoriere und zu bullish sei, übersehe ein wichtiges Detail.
1999/2000 sei der historische Präzedenzfall, der der derzeitigen Situation am nächsten komme, so die Strategen weiter. Und wie es damals endete, ist jedem etwas älteren Börsianer noch sehr bewusst: Die Luft strömte aus den überbewerteten Aktien und der Markt fiel im Salamicrash drei Jahre lang.
„Auch dieses Mal kann es schlecht enden“, warnt Subramanian. Nicht nur Zinsen und Bewertungen, sondern auch die Stimmung unter den Anlegern und eine Reihe technischer Faktoren deuteten auf ein schlechtes Jahr für Aktien hin.
Fed-Chef Jerome Powell ist natürlich bewusst, dass die Börse in den USA ein ganz bedeutender Faktor zum Vermögensaufbau ist. Deswegen weiß er, dass die US-Notenbank trotz hoher Inflation behutsam umgehen muss, auch wenn Powell zuletzt wie ein Falke klang. DER AKTIONÄR empfiehlt aktuell ein besonderes Augenmaß bei der Aktienauswahl: Öl- und Bank-Aktien bleiben aussichtsreich, während viele Tech-Aktien nach dem Absturz erst einen Boden finden müssen.
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08.02.2022, 08:46