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17.10.2019 Marion Schlegel

Aurora-Cannabis-Konkurrent Cronos Group: Aktie mit 23-Prozent-Plus – was ist da los?

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APHRIA

Es scheint tatsächlich wieder Bewegung in den Cannabis-Sektor zu kommen. Nachdem in dieser Woche bereits Aphria mit starken Quartalszahlen ein Zeichen setzen und zeitweise mehr als 20 Prozent zulegen konnte, sorgte am Mittwochabend die Aktie von Cronos für Aufsehen. Der Wert gewann nachbörslich sogar zwischenzeitlich mehr als 40 Prozent, am Ende waren es noch gut 20 Prozent.

News von Unternehmensseite, die für den starken Anstieg verantwortlich zeichnen könnten, gab es indes keine. Grund waren hingegen zwei große Block-Trades, die für das starke nachbörsliche Kursplus sorgten.

Bereits aus dem regulären Handel konnte Cronos mit einem Plus von einem Prozent gehen. Im Vergleich zum Gros der anderen Cannabiswerte wie Aurora Cannabis oder Canopy Growth, die beide erneut deutlich im Minus schlossen, ist dies ein klares positives Signal.

Zuletzt äußerten sich auch Analyst Jason Zandberg von PI Financial positiv zu Cronos. Zwar reduzierte er das Kursziel von 22,00 auf 17,00 Kanadische Dollar (aktueller Kurs: 11,03 Kanadische Dollar), er bestätigte aber seine Kaufempfehlung.

Zudem kündigte die Cronos Group in dieser Woche an, dass man das gemeinsam mit NewSouthern Capital betriebene Joint Venture Cronos Australia an die Börse bringen wolle. Geplant ist bei dem IPO die Ausgabe von 40 Millionen Aktien zu einem Kurs von 0,50 Australische Dollar je Anteilschein. Wie Cronos mitteilte, soll das Listing im November dieses Jahres erfolgen.

Das Joint Venture wurde im Februar 2018 gegründet, Cronos und NewSouthern Capital sind zu jeweils 50 Prozent beteiligt. Nach dem Listing soll Cronos 31 Prozent an Cronos Australia halten.

CRONOS GRP (WKN: A2DMQY)

Die Aktie der Cronos Group ist wie der gesamte Sektor charttechnisch massiv angeschlagen. Im Vergleich zur Konkurrenz kann das Unternehmen jedoch punkten. Insbesondere die Beteiligung von Altria verleiht dem Unternehmen enormen finanziellen Spielraum. Die Aktie sollte man in jedem Fall auf der Watchlist haben und bei einer Beruhigung des Marktes sich ein paar Stücke ins Depot legen.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Cronos Group.