04.12.2019 Marion Schlegel

Aurora-Cannabis-Konkurrent Canopy Growth: Markteintritt in wichtigen US-Markt

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Canopy Growth
Trendthema

DER AKTIONÄR hat bereits schön öfter darüber berichtet, dass im Cannabis-Sektor besonders auf dem US-Markt große Hoffnungen ruhen. Nun hat der kanadische Cannabis-Produzent Canopy Growth eine eigene Marke für CBD-Produkte auf den US-Markt gebracht: First & Free. Die Produktlinie soll in 31 US-Staaten erhältlich sein, in denen CBD-Produkte legal sind. Verkauft werden sollen Gels, Öle und Cremes zur äußerlichen Anwendung, berichtet BNN Bloomberg.

Vom US-Markt werden große Steigerungsraten erwartet. Der Cananbis-Research-Dienst BDS Analytics beispielsweise erwartet, dass der US-Markt für CBD von derzeit 1,9 Milliarden Dollar bis 2024 auf über 20 Milliarden Dollar ansteigen könnte.

Canopy Growth hat eine ganze Reihe von Schritten unternommen, um hiervon und auch von einer möglichen Komplett-Legalisierung von Cannabis in den USA zu profitieren. Beispielsweise hat das Unternehmen kürzlich den Grundstein für einen Hand-Industriepark in New York gelegt, in der Nähe des Hauptsitzes seines Hauptaktionärs Constellation Brands. Zu Jahresbeginn hat Canopy außerdem das Recht erworben, den US-Cannabis-Player Acreage Holding zu erwerben. Die Option wird dann aktiviert, wenn Marihuana tatsächlich auf Bundesebene legalisiert wird.

Canopy hat große Pläne in den USA. Hanf-Verarbeitungsanlagen sind in sieben Staaten geplant. Und auch das ist nur einer der ersten Schritte. „Wir haben unsere Hanflieferkette in den USA durch die Partnerschaft mit einer breiten Gruppe von Vertragsproduzenten in mehreren Bundesstaaten für den Anbau, die Gewinnung, die Verarbeitung und die Produktion von Hanfprodukten aufgebaut", hieß es kürzlich von Seiten des Unternehmens. Der Vorstandsvorsitzende von Canopy Growth, Mark Zekulin, fügte hinzu: „Wir haben die Vertragshersteller vor Ort. Die eigentliche Produktion läuft.“

Canopy Growth (WKN: A140QA)

Die Aktie von Canopy Growth konnte am Dienstag mehr als vier Prozent zulegen. Am heutigen Mittwoch geht es allerdings bereits wieder kurz nach Handelsstart in Kanada 1,7 Prozent nach unten. Nach wie vor arbeitet die Aktie an einer Bodenbildung. Aus charttechnischer Sicht würde erst der Sprung über die Hürde von 30 Kanadischen Dollar ein erstes positives Signal liefern. Langfristig bleibt die Aktie hochinteressant.