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ASML‑Zulieferer Jenoptik: Kursfeuerwerk vom Allerfeinsten

ASML‑Zulieferer Jenoptik: Kursfeuerwerk vom Allerfeinsten
Foto: Chat-GPT
Jenoptik AG -%
Michael Schröder Heute, 11:11 Michael Schröder

Die Rally bei den Chipwerten geht weiter – und Jenoptik bleibt einer der größten Gewinner. Nachdem die Aktie gestern nach starken Quartalszahlen bereits auf ein Rekordhoch gesprungen war, legte das Papier heute nochmals kräftig zu. Begleitet wird die Rally von positiven Analystenstimmen.

AKTIONÄR-Leser wissen: Jenoptik ist mit einem deutlichen Gewinnplus ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Technologiekonzern, der seit vielen Jahren optische, optoelektronische und mikrooptische Komponenten für die hochkomplexen Lithografie-Maschinen von ASML liefert, profitierte im ersten Quartal vor allem von der starken Nachfrage aus der Halbleiterausrüstungsindustrie. Finanzchefin Prisca Havranek-Kosicek sprach von einer „sehr dynamischen Nachfrage“ im OEM-Geschäft. Auch wenn dieses hohe Tempo wohl nicht dauerhaft anhalten werde, sehe sich das Unternehmen gut aufgestellt für ein erfolgreiches Gesamtjahr. Die Jahresprognose wurde bestätigt.

Analysten heben den Daumen: Dirk Schlamp von der DZ Bank hat den fairen Wert für die Aktie deutlich von 34 auf 46 Euro angehoben und die Einstufung „Kaufen“ bestätigt. Besonders positiv wertet der Analyst die Dynamik im Halbleitergeschäft. Dieses nehme zunehmend Fahrt auf und dürfte sich in den kommenden Quartalen zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickeln. Gleichzeitig verweist Schlamp auf die weiterhin robuste Nachfrage in den Bereichen Biophotonics und Defense.

Auch bei der Profitabilität sieht die DZ Bank Fortschritte. Die bereits im ersten Quartal sichtbare Margenverbesserung wertet der Analyst als positives Signal. Der schwächere freie Cashflow sei dagegen kein Grund zur Sorge. Dieser sei vor allem auf den wachstumsbedingten Aufbau des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen und damit kein strukturelles Warnsignal.

Berenberg wird für Jenoptik nach den starken Quartalszahlen ebenfalls deutlich optimistischer. Die Privatbank hat das Kursziel von 39 auf 47 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Analyst Lasse Stueben verweist dabei vor allem auf den überraschend starken Auftragseingang. Dieser habe im ersten Quartal deutlich über den Erwartungen gelegen und sei ein klares Signal für die anziehende Nachfrage – insbesondere aus dem Halbleiterbereich.

Real-Depot

Neben der DZ Bank und Berenberg zieht auch Warburg Research das Kursziel deutlich nach oben. Die Strategen erhöhten das Ziel von 32 auf 46 Euro und bestätigten zugleich ihre Kaufempfehlung. Analyst Malte Schaumann bezeichnete die Quartalszahlen insgesamt als solide. Besonders hervor hob er den rekordhohen Auftragseingang des Technologiekonzerns, der als wichtiger Indikator für die weitere Geschäftsentwicklung gilt. Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage passte Warburg auch die Prognosen an und erhöhte die Umsatz- und Ergebnisschätzungen für die Jahre 2026 und 2027.

Jenoptik (WKN: A2NB60)

Der Boom rund um KI- und Halbleiterwerte sorgt für gute Stimmung in der gesamten Branche. Der Jenoptik-Vorstand muss die prall gefüllten Orderbücher nun aber auch planmäßig in Umsätze umwandeln und die hohe Nachfrage entsprechend monetarisieren.
Die Aktie ist erstmals seit fünf Jahren wieder über die Marke von 40 Euro gestiegen und markiert heute ein neues Rekordhoch. Aus charttechnischer Sicht stehen die Ampeln weiter auf Grün. Kurzfristig wirkt der Titel zwar etwas überhitzt. Im aktuellen Marktumfeld scheint im KI-Sektor derzeit allerdings fast alles möglich – auch ein Durchmarsch bis zu den Kurszielen der Analysten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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