17.01.2019 Markus Horntrich

Apple: Nächster Schlag gegen Amazon und Netflix

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Trendthema

Dass Apple sein Servicegeschäft massiv ausbauen will ist längst bekannt. Mit der jüngsten Personalie unterstreicht der US-Technologiekonzern seine Ambitionen, die Umsatzbasis auf ein breiteres Spektrum weg vom iPhone zu stellen. Apple wirbt von Universal TV einen Fernsehveteranen ab, der beim iPhone-Hersteller einen Mehrjahresvertrag unterschrieben hat.

Jason Katims verlässt sein langjähriges „Zuhause“ bei Universal TV und hat laut Variety neuen Mehrjahresvertrag bei Apple unterzeichnet. Katims und sein True Jack Productions werden bis zum Sommer, wenn der derzeitige Deal ausläuft, bei Universal TV bleiben, bevor er zu Apple wechselt. Katim produzierte Shows wie „Parenthood“, „Roswell“, „About a Boy“ und „Rise“. Auch Show-Hits wie „Friday Night Lights“, „Boston Public“ und „The Path“ stammen von ihm.

Zu seinen Filmen zählen „The Vow“ mit Rachel McAdams und Channing Tatum sowie „The Pallbearer“ mit David Schwimmer und Gwyneth Paltrow. Er begann seine Karriere als Dramatiker. Zu seinen Theaterstücken zählen "Der Mann, der nicht tanzen konnte" und "Wer Robert De Niro zum König von Amerika gemacht hat".

Man kann davon ausgehen, dass Katim bei Apple Eigenproduktionen lancieren soll. Apple will bekanntlich seinen Streaming-Service im laufenden Jahr an den Start bringen. Das Streaming von TV-Inhalten gilt als einer der Haupttriebkräfte, um das Servicegeschäft voranzubringen. Mit bereits mehr als 330 Millionen aktiven Abonnenten und einer installierten Gerätebasis von 1,4 Milliarden hat Apple beste Voraussetzungen, um aus dem Servicegeschäft weiteres Wachstum zu generieren. Analysten gehen im Schnitt von einem Umsatzanstieg der Sparte von 37 Milliarden Dollar (2018) auf 76 Milliarden Dollar (2022) aus. Morgan Stanley ist mit einem Wachstum auf 85 Milliarden Dollar sogar noch ein Stück optimistischer.

 

Zahlen und Details am 29. Januar

Apple wird am 29. Januar die Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Nach der Umsatzwarnung Anfang Januar ist das Zahlenwerk allerdings nebensächlich. Tim Cook hat in seinem Investorenbrief die relevanten Daten verraten. Entscheidend werden jedoch Aussagen zum Servicegeschäft sein. Apple will dazu weitere Details liefern, womöglich auch einen konkreten Starttermin für das Streaming-Angebot. DER AKTIONÄR sieht Apple weiterhin als klaren Kauf auf dem aktuellen Niveau.

 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.