29.11.2016 Werner Sperber

Anlage-Spezialisten: Unipers Milliarden-Verlust soll keine Sorgen bereiten

-%
Uniper
Trendthema

Die Capital-Depesche bezeichnet die Zahlen der Uniper SE für die ersten neun Monate des laufenden Jahres als ein Zeichen operativen Erfolgs. Das waren die ersten Ergebnisse, welche die Firma seit der Abspaltung von E.on und dem Börsengang im September veröffentlicht haben. Weil der Vorstand zum großen Teil bereits im ersten Halbjahr den Wert von Großkraftwerken abgeschrieben hat, wies Uniper für die ersten neun Monate einen Verlust von 4,2 Milliarden Euro aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dagegen stieg im Jahresvergleich um fast 54 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Vorstand will die Kosten von 2,3 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro senken, um dem Verfall der Strompreise zu begegnen. Wegen des aktuellen Kursrücksetzers und der wahrscheinlichen Aufnahme in den MDAX im Dezember sollten Anleger die Aktie mit einem Stoppkurs bei 9,95 Euro kaufen. Das KGV für das nächste Jahr beträgt 9.

Kapitalschutz in unsicheren Zeiten

Das neue Buch von Thomas Gebert ist das Resultat vieler Anfragen der Leser seines Börsenbriefs und seiner Kolumnen. Geht es dort in erster Linie um Aktien, erfüllt Gebert hier die Leserwünsche nach einer Beleuchtung sämtlicher Aspekte rund um Geldanlage und persönliche Finanzen. Und so greift er Themen auf wie die Wahrscheinlichkeit eines Euroaustritts Italiens, die Auswirkungen der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und den Sinn oder Unsinn eines Investments in Gold. Gewohnt durchdacht, sachlich und vor allem bestens informiert erläutert Gebert, mit welchen Mitteln sich seine Leser am besten gegen die drohende Gefahr des Kapitalverlusts wappnen können. Sein Rat lautet ganz klar: Bargeld halten! Ab dem Ende des Jahrzehnts könnte sich das Blatt jedoch wieder wenden …