Börsen-Achterbahn: So handeln clevere Anleger richtig
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06.02.2020 Andreas Deutsch

Amazon: Handeln wie Jeff Bezos – besser nicht!

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Amazon-CEO Jeff Bezos nützt die Rallye der Amazon-Aktie, um Kasse zu machen. Seit dem 31. Januar hat der 56-Jährige exakt 905.456 Aktien verkauft. Wert: 1,84 Milliarden Dollar. Seit 2017 hat Bezos jährlich Anteilsscheine im Wert von mindestens einer Milliarde Dollar veräußert. Der Amazon-CEO hat seine Gründe.

Laut Berechnungen von Bloomberg hat Bezos insgesamt Aktienverkäufe in Höhe von knapp zwölf Milliarden Dollar getätigt. Damit ist sein Aktienpaket auf elf Prozent geschrumpft. Aktuell ist es 112 Milliarden Dollar wert.

Bezos verkauft die Aktien nicht, weil er Zweifel an der Amazon-Story bekommen hat. Er tut dies, um sein teures Hobby zu finanzieren: das Raketen-Startup Blue Origin. Das Projekt sei „das Wichtigste, was ich mache“, so Bezos im Jahr 2018. Die Erschließung des Sonnensystems sei nötig, um künftige Energiekrisen zu verhindern.

Amazon.com (WKN: 906866)

Anleger sollten es Bezos nicht nachmachen und ihre Amazon-Aktien behalten. Die jüngsten Quartalszahlen haben gezeigt, was in dem Konzern steckt: ein wegen schneller Lieferungen noch besser positioniertes E-Commerce, ein bombastisch wachsendes Cloudgeschäft und zudem noch viele Sparten, die gerade am Anfang stehen, aber enormes Potenzial haben. Hier wäre etwa das Gesundheits-Business zu nennen. Möglich ist zum Beispiel ein Premium-Medikamentenversand à la Prime. Der Markt für verschreibungspflichtige Medikamente hat allein in den USA ein Volumen von 430 Milliarden Dollar. Ergo: Die Amazon-Aktie bleibt ein glasklarer Kauf. 

Buchtipp: Post Corona: Von der Krise zur Chance

Der Ausbruch von Covid-19 hat Schlafzimmer in Büros verwandelt, Jung gegen Alt ausgespielt und die Kluft zwischen Arm und Reich, Maskenträgern und Maskenhassern vergrößert. Einige Unternehmen, wie Amazon und der Hersteller von Videokonferenzsoftware Zoom, fanden sich unter einer Lawine der Verbrauchernachfrage erdrückt. Andere, wie die Restaurant-, Reise-, Hotel- und Live-Entertainment-Branche, kämpften darum, nicht unter die Räder zu kommen. Die Pandemie war ein Beschleuniger von Trends, die bereits in vollem Gange waren. In „Post Corona“ skizziert Galloway die Konturen der Krise und die Chancen, die vor uns liegen. Galloway kombiniert seinen unverkennbaren Humor und frechen Stil mit messerscharfen Einblicken und bietet Warnung und Hoffnung gleichermaßen.

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