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05.11.2018 Andreas Deutsch

Amazon: Die Rache der Saudis

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Amazon

Nach dem Crash ist die Aktie von Amazon in den Korrekturmodus übergegangen. Die Frage, die sich die Anleger stellen: War’s das jetzt mit den unruhigen Zeiten? War es nicht: Amazon hat Ärger mit Saudi-Arabien.

Die Wut der Saudis richtet sich gegen die Washington Post, die Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört. Die Post hatte einen Kommentar des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan veröffentlicht, in dem grauenvolle Details zu dem vermeintlichen Mord an Jamal Khashoggi standen.

„Boykottiert Amazon“, war am Sonntag der Top-trending-Tweet auf Twitter in Saudi-Arabien. Bandar Otyf, ein saudischer Journalist mit 100.000 Twitter-Followern, schrieb: “Das ist ein Krieg der Medien. Wir haben keine Macht im Ausland, aber wir haben kleine, einfache Dinge wie einen Boykott.“

Chartbild aufgehellt

Amazon stand zuletzt bereits unter Druck, nachdem der Konzern mit seinen Zahlen für das dritte Quartal die Erwartungen des Marktes verfehlt hatte. Zudem fiel der Ausblick auf Q4 mau aus. Die Aktie crashte daraufhin.

Nun hat sich das Chartbild merklich aufgehellt. Es kommt nun zunächst darauf an, dass die Aktie die 200-Tage-Linie zurückerobert. Als nächster Widerstand rückt danach die 90-Tage-Linie (aktuell bei 1.846 Dollar) ins Visier.

Aufbau erster Position

Drei Jahre nach Empfehlung des AKTIONÄR wurde Amazon mit einem Plus von 200 Prozent ausgestoppt. Das Sentiment hat sich nun wieder merklich verbessert, der Ärger in Saudi-Arabien dürfte nicht nachhaltig belasten. DER AKTIONÄR rät zum Aufbau einer ersten Position. Der Stopp sollte bei 1.200 Euro gesetzt werden.

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Der Ausbruch von Covid-19 hat Schlafzimmer in Büros verwandelt, Jung gegen Alt ausgespielt und die Kluft zwischen Arm und Reich, Maskenträgern und Maskenhassern vergrößert. Einige Unternehmen, wie Amazon und der Hersteller von Videokonferenzsoftware Zoom, fanden sich unter einer Lawine der Verbrauchernachfrage erdrückt. Andere, wie die Restaurant-, Reise-, Hotel- und Live-Entertainment-Branche, kämpften darum, nicht unter die Räder zu kommen. Die Pandemie war ein Beschleuniger von Trends, die bereits in vollem Gange waren. In „Post Corona“ skizziert Galloway die Konturen der Krise und die Chancen, die vor uns liegen. Galloway kombiniert seinen unverkennbaren Humor und frechen Stil mit messerscharfen Einblicken und bietet Warnung und Hoffnung gleichermaßen.
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