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03.11.2020 Emil Jusifov

AKTIONÄR-Tipp Atlassian: Das geht besser

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ATLASSIAN A

Der Softwareanbieter Atlassian hat letzte Woche seine Quartalszahlen präsentiert und die Erwartungen beim Umsatz und Gewinn übertroffen. Allerdings verfehlte das Unternehmen mit seinem Ausblick die Schätzungen der Experten. Angesichts des schwachen Marktumfelds und der verhaltenen Prognose reagierten Anleger am Freitag mit Gewinnmitnahmen.

Insgesamt erzielte der Anbieter von Projektmanagement- und Kollaborationssoftware im ersten Quartal des gebrochenen Geschäftsjahres 2020/2021 einen Umsatz von 460 Millionen Dollar. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der operative Gewinn lag bei 11,9 Millionen Dollar. Im letzten Jahr wurde noch ein operativer Verlust von 4,6 Millionen Dollar erwirtschaftet.

Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn lag der Cloud-Anbieter über den Schätzungen der Experten.

Starkes Nutzerwachstum und zufriedenes Management

Zudem kamen im vergangenen 8.600 Nutzer dazu, sodass sich die Gesamtzahl der Nutzer mittlerweile auf 182.000 beläuft.

"Wir sehen weiterhin ein starkes Momentum in der Cloud und konnten den Nutzwert unserer Kunden wieder steigern. Die Kunden erhalten besten Service in der Cloud, indem wir ihnen neue Dienste wie Cloud Premium und Cloud Enterprise zur Verfügung stellen und unsere bestehenden Produkte wie Atlassian Access mit den besten Produkten anderer führender SaaS-Anbieter wie Slack bündeln."

Verhaltene Prognose

Atlassian erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz von 460 bis 475 Millionen Dollar. Der Konsens liegt aktuell bei 459 bis 509 Millionen Dollar.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll bei 30 bis 32 Cent betragen. Analysten gehen von 10 bis 43 Cent aus.


Hier geht es zu den Q-Zahlen von Atlassian

Die Anleger reagierten am Freitag auf die verhaltene Prognose in einem insgesamt schwachen Marktumfeld mit Gewinnmitnahmen. Das Papier gab über neun Prozent nach.

DER AKTIONÄR bewertet die Zahlen von Atlassian dennoch positiv. Nicht nur dass der SaaS-Anbieter seinen Umsatz deutlich steigern konnte, die Australier haben auch einen operativen Gewinn erwirtschaftet und befinden sich somit auf dem besten Weg zur höheren Profitabilität. Investierte bleiben dabei.