Die Aktie von Aixtron war in den vergangenen Monaten der absolute Überflieger im MDAX. Mit einem Kursplus von mehr als 300 Prozent im 52-Wochen-Vergleich liegt sie klar vor Nordex (plus 198 Prozent) und Hochtief (plus 187 Prozent). Am Mittwoch hat die Aktie sogar erneut einen kräftigen Kurssprung hinlegen können. Mehr als 20 Prozent ging es nach oben. Doch dann wurde das Papier ausgebremst. Die Ankündigung einer Wandelanleihe am Mittwochabend drückte auf den Kurs.
Der Anlagenbauer für die Halbleiterindustrie Aixtron hat sich über die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen neues Kapital gesichert. Wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte, beläuft sich das Volumen – wie bereits angekündigt – auf 450 Millionen Euro. Die Laufzeit der Papiere reicht bis April 2031.
Die Anleihen können in Aktien gewandelt werden, die einem Anteil von 7,9 Prozent am Grundkapital entsprechen. Ein Bezugsrecht für bestehende Aktionäre ist ausgeschlossen. Die Mittel sollen für allgemeine Unternehmenszwecke eingesetzt werden, darunter Investitionen in das organische Wachstum, mögliche Übernahmen sowie Aktienrückkäufe.
Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 50,375 Euro. Unter Berücksichtigung des aufgezinsten Rückzahlungsbetrags ergibt sich bei Endfälligkeit ein effektiver Wandlungspreis von rund 51,010 Euro. Eine laufende Verzinsung der Schuldverschreibungen ist nicht vorgesehen.
Im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Mittwoch bei 42,35 Euro hat die Aktie von Aixtron nach Ankündigung der Wandelanleihe auf der Handelsplattform Tradegate bis in den Bereich von 39 Euro nachgegeben. Zuletzt konnte sich das Papier aber bereits wieder auf 40,76 Euro erholen. Anleger honorieren dabei weiter die angehobenen Jahresziele für 2026 (DER AKTIONÄR berichtete: „Aixtron erhöht Prognose – Aktie mit starker Entwicklung"). Aixtron hat seit dem Contrarian-Kauf ins Depot 2030 des AKTIONÄR HSR im Juni 2025 bereits rund 200 Prozent Kursgewinn für Leser erreicht. Und die Aussichten bleiben weiter gut.
Heute, 09:02