14.02.2019 Michael Schröder

+11% bei Gerresheimer: Das hat so keiner erwartet

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Gerresheimer
Trendthema

Eine Erholung des Geschäfts mit Injektionsfläschchen in Amerika und gut laufende Geschäfte mit der Kosmetikindustrie Gerresheimer im vergangenen Jahr Rückenwind beschert. Neben den besser als erwartet ausgefallenen Zahlen sorgt vor allem der zuversichtliche Ausblick des Spezialverpackungsherstellers für gute Laune bei den Investoren. Die Aktie setzt zum Befreiungsschlag an.

Viele Investoren waren im Vorfeld der Berichterstattung sehr nervös. Doch Gerresheimer hat geliefert: Der Umsatz stieg im Ende November abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 wechselkursbereinigt um 4,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis vor Wechselkurseffekten (EBITDA) fiel hingegen unter anderem wegen Rechnungslegungseffekten im Zusammenhang mit einer früheren Übernahme um 0,9 Prozent auf 308 Millionen Euro. Unterm Strich blieben mit 178 Millionen Euro knapp 40 Prozent mehr hängen als vor einem Jahr, was aber auch an positiven Effekten der US-Steuerreform lag. Vor allem im vierten Quartal erreichte die Gesellschaft eine exzellente Marge.

"Gerresheimer hat ein exzellentes Fundament für zukünftiges profitables Wachstum. Neben dem Wachstum im Kerngeschäft der pharmazeutischen Primärverpackungen, Drug-Delivery-Devices und Kosmetikverpackungen werden wir weitere Wachstumsdynamik mittel- und langfristig entwickeln. Dabei hilft unsere gute Innovations-Pipeline und der neue Geschäftsbereich Advanced Technologies", so ein zufriedener Vorstand Dietmar Siemssen.

Der Ausblick macht Lust auf mehr: Gerresheimer will mittel- und langfristig weitere Wachstumsdynamik entwickeln. Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Umsätze in einer Bandbreite von rund 1,4 Milliarden bis 1,45 Milliarden Euro liegen. Das Adjusted EBITDA wird bei rund 295 Millionen Euro gesehen. Daraus resultiert eine Marge von mindestens 21 Prozent. Für die Jahre 2020 bis 2022 soll das durchschnittliche jährliche währungsbereinigte Umsatzwachstum bei vier bis sieben Prozent liegen. Für 2020 wird eine Adjusted EBITDA Marge von 21 Prozent angestrebt, für die Jahre 2021 und 2022 von 23 Prozent.

Zahlen und Ausblick passen. Die Aktie dürfte die Tiefstände nach dem heutigen Kurssprung nachhaltig verlassen und Kurs auf die 75-Euro-Marke nehmen.

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