PEKING (dpa-AFX) - Der Börsengang des chinesischen Herstellers humanoider Roboter Unitree stößt nach bisherigen Zahlen auf enorme Nachfrage. Bei der Zeichnung für Privatanleger wurden rund 8.300-mal so viele Aktien bestellt wie zunächst angeboten, wie aus Angaben der Shanghaier Börse vom Dienstag hervorgeht.
Unitree möchte mit dem Börsengang gut sechs Milliarden Yuan einnehmen (etwa 790 Millionen Euro). Der erste Handelstag steht bislang nicht fest.
Roboter als Fernsehstars
Unitree ist eines der bekanntesten jungen Technologieunternehmen Chinas. Seine humanoiden Roboter tanzten bei der Frühlingsfest-Gala des Staatssenders CCTV, die jedes Jahr Hunderte Millionen Menschen verfolgen. Videos mit Saltos, Boxkämpfen und Laufübungen sorgen in sozialen Netzwerken immer wieder für Aufmerksamkeit.
Das Unternehmen aus der ostchinesischen Stadt Hangzhou baut sowohl humanoide Roboter als auch vierbeinige Roboterhunde. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stattete Unitree bei seiner letzten China-Reise einen Besuch ab.
Viele Anbieter, kleiner Markt
Humanoide Roboter gelten als großes Zukunftsfeld. Sie sollen später einmal in Fabriken, Lagerhallen, Geschäften und Haushalten eingesetzt werden. Auch der US-Elektroautobauer Tesla
Hype um KI-Aktien
Der Ansturm auf Unitree passt zum allgemeinen Börsenhype um chinesische Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und moderne Computertechnik. Ende Juli sorgte der Speicherchip-Hersteller CXMT für Aufsehen. Seine Aktie stieg am ersten Handelstag um 466 Prozent. Auch andere chinesische Entwickler von KI-Chips verzeichneten bei ihren Börsendebüts Kursgewinne von mehreren Hundert Prozent.
Allerdings schwankten chinesische Technologieaktien zuletzt stark. Nach hohen Kursgewinnen gerieten viele Werte zeitweise deutlich unter Druck. Die Börsenaufsicht wurde aktiv, staatliche Investoren kauften Aktien, um den Markt zu stabilisieren./jpt/DP/mis
Quelle: dpa-AFX
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