FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Donnerstag werden die Aktien großer Zementhersteller einmal mehr von der Debatte über den europäischen Emissionshandel belastet. Zum Thema wurde ein Artikel, wonach Italien auf eine Aussetzung des Handelssystems (ETS) drängen soll, um energieintensive Unternehmen zu entlasten. Von den Anlegern in der Chemiebranche wird diese Entwicklung dagegen begrüßt.
Die Titel von Heidelberg Materials
Umgekehrt profitierten die Aktien von BASF
Am Donnerstag ging die Diskussion über den Emissionshandel weiter, nachdem der italienische Industrieminister eine Aussetzung des EU-Emissionshandels gefordert hatte, solange dieser noch nicht reformiert ist. Das Handelssystem stelle "in seiner jetzigen Form eine zusätzliche Belastung für europäische Unternehmen dar, die ihre Kosten erhöht und ihre Wettbewerbsfähigkeit einschränkt", sagte Adolfo Urso in Brüssel. Zudem sei Italien dafür, die Abschaffung kostenloser Emissionszertifikate zu verschieben, solange noch keine umfassenden Änderungen beschlossen wurden.
Spekulationen über eine Aufweichung der Klimapolitik hatte Anfang Februar schon einmal für Ausschläge bei Zementwerten nach unten und bei Chemiewerten nach oben gesorgt. Mitte Februar stand die Diskussion darüber nochmals auf einem Gipfeltreffen der energieintensiven Industrien in Antwerpen im Fokus./tih/la/mis
Quelle: dpa-AFX