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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax weitet Verluste aus - Unruhe am Ölmarkt

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax weitet Verluste aus - Unruhe am Ölmarkt
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Heute, 08:23 ‧ dpa-Afx
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei insgesamt schwächeren Vorgaben dürfte der Dax am Donnerstag seine Verluste vom Vortag noch etwas ausweiten. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,5 Prozent auf 25.296 Punkte.

Damit zeichnet sich ein neuerlicher Test der 100-Tage-Durchschnittslinie ab. In der Vorwoche war der Dax bereits zeitweise unter dieses längerfristige Trendbarometer gerutscht, hatte sich dann aber gefangen.

Die Entwicklung am Ölmarkt, momentan maßgeblich für die Inflations- und Zinserwartungen, verunsichert die Anleger weiter. Gleichzeitig steigen die Zinsen am Anleihemarkt deutlich. Am Mittwoch hatten die zuletzt etwas moderateren Ölpreise wieder deutlich angezogen, nachdem in der Straße von Hormus erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten war. Der Iran knüpfte eine mögliche Öffnung derweil in Gesprächen mit den USA an Bedingungen. Am Morgen kostete ein Fass der Nordseesorte Brent weiter klar mehr als 100 Dollar.

Zudem konnten die Rekorde im Nasdaq 100 vom Dienstag am Vorabend nicht bestätigt werden. Der US-Auswahlindex der Technologiebörse legte am alten Höchststand vom Juni wieder den Rückwärtsgang ein. Im Fokus steht das Treffen zwischen dem US-Präsidenten Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping.

Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden unterdessen laut US-Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Das sagte Bessent dem Sender Fox News zu Beginn eines dreitägigen Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington.

Unter den Einzelwerten rückt die bulgarische Shelly Group in den Fokus. Der Technologiekonzern Schneider Electric steht vor der Übernahme des Hersteller von intelligenten Elektro-Geräten (smart devices). Die Franzosen unterbreiteten ein freiwilliges öffentliches Übernahmemangebot über 70 Euro je Aktie. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate notierten die Anteilsscheine von Shelly bei 69,90 Euro und damit 8,5 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Mittwoch.

Die Papiere von MTU stiegen auf Tradegate um fast drei Prozent. Die US-Bank Citigroup hatte ihre Verkaufsempfehlung für die Anteilsscheine aufgegeben und rät nun zum Kauf. Der deutliche Bewertungsabschlag gegenüber dem Wettbewerber Safran habe den schlechteren Barmittelumschlag des Triebwerkherstellers bisher angemessen wiedergegeben, schrieb der neu zuständige Analyst Conor Dwyer. Der Barmittelumschlag ist ein Maß dafür, wie lange das Kapital im operativen Geschäft gebunden ist. Der Experte erwartet nun eine Veränderung der Gemengelage mit deutlicher Besserung beim Cashflow bis 2030./la/jha/

Quelle: dpa-AFX