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Prognoseanhebung bei diesem MDAX‑Konzern

Prognoseanhebung bei diesem MDAX‑Konzern
Foto: Sakorn Sukkasemsakorn/iStockphoto
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Thorsten Küfner Heute, 12:20 Thorsten Küfner

Bei diesem MDAX-Konzern lief es im zweiten Quartal sehr gut. Daher hebt das Unternehmen nun auch die Prognose für das Gesamtjahr deutlich an. Nach vorläufigen Zahlen erwartet der Spezialchemiekonzern für das Q2 ein bereinigtes EBITDA zwischen 600 Millionen Euro und 650 Millionen Euro. Im Mittel liegt dieser Wert rund 23 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Kurzzusammenfassung: 

• Evonik erwartet für das zweite Quartal ein bereinigtes EBITDA von 600 bis 650 Millionen Euro und hebt die Jahresprognose auf 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro an.

• Höhere Absatzmengen, gestiegene Preise, Kostensenkungen und Lieferengpässe bei asiatischen Wettbewerbern sorgten für die positive Geschäftsentwicklung.

• Trotz der Prognoseanhebung könnten sich positive Sondereffekte im Jahresverlauf abschwächen. 


Im zweiten Quartal 2025 hatte das bereinigte EBITDA 509 Millionen Euro betragen. Anfang Mai hatte Evonik für das zweite Quartal noch ein Ergebnis von mindestens 550 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die positive Entwicklung ist sowohl auf höhere Absatzmengen als auch auf gestiegene Verkaufspreise zurückzuführen. Darüber hinaus wirken sich die laufenden Kostensenkungsmaßnahmen positiv auf das Ergebnis aus. Vor allem das Segment Advanced Technologies profitiert derzeit von Lieferengpässen asiatischer Wettbewerber, deren Rohstoffversorgung beeinträchtigt ist.

Nach Einschätzung des Unternehmens dürfte sich dieser positive Effekt im weiteren Jahresverlauf abschwächen, wenn sich der weltweite Schiffsverkehr nach der Öffnung der Straße von Hormus weiter normalisiert. Für die zweite Jahreshälfte bestehen daher weiterhin Unsicherheiten. Im Geschäftsbereich Animal Nutrition geht Evonik derzeit jedoch davon aus, dass das positive Momentum bis in das dritte Quartal anhalten wird.

Für das erste Halbjahr 2026 erwartet Evonik nach vorläufigen Zahlen ein bereinigtes EBITDA von rund 1,1 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA für 2026 soll nun zwischen 2,0 Milliarden Euro und 2,2 Milliarden Euro liegen. Bislang hatte Evonik einen Wert zwischen 1,7 Milliarden Euro und 2,0 Milliarden Euro erwartet. Im Geschäftsjahr 2025 hatte das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von rund 1,9 Milliarden Euro erzielt.

Beim Free Cashflow hält Evonik unverändert an einer Cash Conversion Rate von etwa 40 Prozent fest. Im Jahr 2025 hatte diese 37 Prozent betragen. Für das zweite Quartal 2026 rechnet der Konzern zudem mit einem deutlich besseren Free Cashflow als im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal 2025 hatte dieser noch bei minus 211 Millionen Euro gelegen. Die endgültigen Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 will Evonik wie geplant am 4. August 2026 veröffentlichen.

Evonik Industries (WKN: EVNK01)

Es hatte sich bereits in den vergangenen Wochen angedeutet, dass es bei Evonik (auch bedingt durch Engpässe durch die Blockade der Straße von Hormus) zuletzt sehr gut gelaufen ist. DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Der Dividendentitel bleibt eine Halteposition. Der Stoppkurs sollte bei 13,00 Euro belassen werden. 

FAQ

Was macht Evonik?

Evonik ist ein weltweit tätiger Spezialchemiekonzern. Das Unternehmen entwickelt und produziert unter anderem Hochleistungsmaterialien, Spezialadditive, Inhaltsstoffe für Tierernährung sowie Lösungen für zahlreiche Industriebranchen.


Zahlt Evonik eine Dividende?

Ja. Evonik zählt zu den etablierten Dividendenzahlern am deutschen Aktienmarkt und verfolgt das Ziel einer attraktiven und möglichst verlässlichen Ausschüttung.


Für wen eignet sich die Evonik-Aktie?

Die Aktie eignet sich vor allem für langfristig orientierte Anleger, die auf eine Erholung der Chemiebranche sowie auf regelmäßige Dividendenerträge setzen.

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