FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Redcare Pharmacy
Ende März setzte der erste große Erholungsschub ein, wohl auch begünstigt von sogenannten Short-Eindeckungen. Mitte Juni folgte dann die zweite Erholungsphase, die dafür sorgte, dass die Kursturbulenzen vom März wegen schwacher Jahreszahlen und enttäuschender Geschäftsziele mittlerweile ausgestanden sind. Der Kurserholung gab es nochmals Schub, dass die Online-Apotheke ihren Jahresausblick erhöhte. Vor zwei Wochen kehrte die Aktie über die 200-Tage-Linie zurück, die ein beliebter Indikator für den langfristigen Trend ist.
Börsianer schauen nun gespannt darauf, ob die Aktien ihre Rally fortsetzen und sich auch noch von der 70-Euro-Marke absetzen können. Knapp über 71 Euro wartet am Februar-Hoch der erste Widerstand und darüber dann bei 73,25 Euro das Jahreshoch vom Januar. Zum Niveau von Ende 2024, das in der Spitze über 170 Euro lag, ist es dann aber noch ein weiter Weg - genauso wie zum Rekordhoch von 249 Euro aus der Corona-Zeit im Jahr 2021.
Als Online-Händler war Redcare 2021 Gewinner der Pandemie, doch die Fantasie dafür verflüchtigte sich bis Ende 2022 wieder. Dann kam Euphorie wegen der Einführung des deutschen E-Rezepts auf, die aber Ende 2024 zunächst der Ernüchterung wich. Nach dem jüngsten Quartalsbericht Mitte Juni macht die Geschäftsentwicklung nun wieder Hoffnung.
Experte Alexander Zienkowicz vom Analysehaus MWB attestierte Redcare zuletzt ein starkes zweites Quartal, das die vorherigen Sorgen rund um die Geschäfte mit verschreibungspflichtigen sowie frei verkäuflichen Medikamenten mildere. Außerdem verbessere sich die Profitabilität dank einer höheren Marketingeffizienz und einem stärkeren Geschäftsbeitrag der deutschsprachigen Länder.
Die Kurserholung bei Redcare ähnelt jener des Konkurrenten DocMorris
Quelle: dpa-AFX