MAILAND: (dpa-AFX) - Die Unicredit
Damit hat sich die Position im Vergleich zur Mitteilung vom 16. Juni kaum geändert. Wie erwartet können die Anteilseigner der Commerzbank ihre Aktien bis zum 3. Juli innerhalb einer Nachfrist weiter in Unicredit-Papiere umtauschen.
Die geplante Übernahme der Commerzbank stößt bei dem Institut selbst und der Regierung auf großen Widerstand. So lehnt die Bundesregierung den Umtausch des vom Staat gehaltenen Aktienpakets von etwas mehr als 12 Prozent ab. Die Unicredit wiederum selbst kämpft mit harten Bandagen - beide Häuser überziehen sich mit gegenseitigen Vorwürfen.
Über die rechnerisch 39 Prozent hinaus hat sich das Mailänder Institut über Kaufoptionen mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert und hält weitere Finanzinstrumente. Nahezu den gesamten Bestand ihrer Commerzbank-Aktien und der Finanzinstrumente hat die Unicredit nach eigenen Angaben für den Fall, dass sie diese wieder verkaufen würde, abgesichert.
Die Unicredit bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien. Die Offerte beinhaltete keine Prämie. Im Gegenteil: Umgerechnet lag der Wert des Gebots die meiste Zeit der Offerte unter dem Kurs der Commerzbank-Papiere.
Am Freitagnachmittag kostete eine Aktie der italienischen Bank 80,45 Euro. Damit wird eine Commerzbank-Aktie umgerechnet mit rund 39 Euro bewertet. Der Kurs des Commerzbank-Papiers lag zuletzt mit 38,60 Euro leicht darunter. Allerdings ist bei der Rechnung der zu erwartende Abschlag für eine Zwischendividende der Italiener im Herbst nicht enthalten. Würde man diesen berücksichtigen, läge die Unicredit-Offerte etwas unter dem aktuellen Commerzbank-Kurs.
Die Commerzbank wird an der Börse derzeit mit knapp 42 Milliarden Euro bewertet; die Unicredeit ist mit 121 Milliarden Euro deutlich größer./ben/stw/zb/men
Quelle: dpa-AFX