8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
03.07.2020 Michel Doepke

Zur Rose außer Rand und Band: Analysten überschlagen sich

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ZUR ROSE GR. SF

Der Run auf Online-Apotheken setzt sich auch am Aktienmarkt fort. Wie an der Schnur gezogen eilen die Papiere von Shop Apotheke Europe und Zur Rose von Hoch zu Hoch. Auch am letzten Tag der Handelswoche geht die Rekordjagd weiter – die Aktie von Zur Rose erhält abermals frischen Rückenwind durch eine Kaufempfehlung.

Kursziel kräftig angehoben

Baader Helvea hat das Kursziel von 240 auf satte 320 Schweizer Franken angehoben, das Votum lautet "Kaufen". Laut Bloomberg verweise Analyst Volker Bosse auf eine kürzlich von Forsa durchgeführte Verbraucherumfrage, aus der hervorgehe, dass 62 Prozent der deutschen Konsumenten bereit wären, E-Rezepte zu verwenden.

Das Unternehmen habe hervorragende Wachstumsaussichten aufgrund von Änderungen der Einkaufsgewohnheiten, der Konsolidierung der Branche und der Digitalisierung. Apropos Konsolidierung: Erst vor wenigen Tagen hat die Zur-Rose-Gruppe die Übernahme der Versand- und Diabetes-Aktivitäten von Apotal bekanntgegeben. Daraufhin hat auch die Privatbank Berenberg an der Kurszielschraube gedreht – Jefferies bestätigt indes die Kaufempfehlung mit einem Zielkurs von 300 Franken.

Die Zur-Rose-Gruppe hat langfristig viel Potenzial. Der Run auf Online-Apotheken in den Zeiten von Corona und die geplante Einführung der elektronischen Rezeptierung in Deutschland haben die Aktie endgültig aufblühen lassen. AKTIONÄR-Leser fahren seit Ausgabe 14/2019 bereits beim Schweizer Unternehmen mit. Inzwischen stehen gut 240 Prozent Kursplus in den Büchern. Investierte Anleger können auf dem aktuellen Niveau einen Teilverkauf überdenken. Aus charttechnischer Sicht wäre eine Konsolidierung gesund.