Novo (bislang: Novo Nordisk) setzt bei der Arzneimittelforschung stärker auf künstliche Intelligenz. Der dänische Pharmakonzern hat eine Partnerschaft mit Anthropic geschlossen. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Suche nach neuen Medikamenten beschleunigen und die Entwicklung KI-gestützter Software bei Novo vorantreiben.
Im Mittelpunkt steht zunächst, wo in Forschung und Entwicklung die größten Herausforderungen liegen. Dafür sollen gezielte Lösungen entwickelt werden. Der Wegovy-Hersteller will ausgewählte Abläufe mit Claude Science erproben. Anthropic stellte die Anwendung im Juni vor. Sie soll Wissenschaftler bei der Automatisierung von Forschung helfen.
Zusätzlich plant Novo, die KI-Modelle von Anthropic für die eigene Softwareentwicklung einzusetzen. Nach Unternehmensangaben ist dieser Bereich entscheidend, um KI konzernweit einzusetzen. Eine ähnliche Vereinbarung hatte Novo Anfang des Jahres mit OpenAI getroffen.
Konzernchef Mike Doustdar sieht die Kooperation als Beleg für das Ziel, zum weltweit am stärksten auf KI ausgerichteten Gesundheitsunternehmen zu werden. Die Zusammenarbeit ergänze bestehende Initiativen mit anderen Technologiepartnern. „Die Zusammenarbeit mit Anthropic wird unsere Forschungs- und Entwicklungsorganisation entscheidend stärken und uns dabei helfen, unsere Mission zu erfüllen: neue, transformative Gesundheitslösungen für Menschen mit chronischen Erkrankungen zu entwickeln“, so Mike Doustdar, CEO von Novo. „KI kann uns dabei helfen, die Produktivität in der Forschung und Entwicklung zu steigern und den Weg von der Forschung bis zum vermarkteten Produkt zu verkürzen. Darüber hinaus können KI-Tools völlig neue wissenschaftliche Möglichkeiten eröffnen und das Verständnis der menschlichen Biologie sowie der Wirkmechanismen von Medikamenten verbessern.“
Die Aktie von Novo benötigt allerdings mehr Impulse, um wieder in Fahrt zu kommen. Die nächsten Studiendaten müssen stimmen. Zudem muss wohl auch auf der Akquisitionsschiene etwas passieren. Der nächste wichtige Termin steht derweil bereits in der kommenden Woche an: Am 21. September findet der Kapitalmarkttag statt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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