Seit geraumer Zeit halten sich Übernahmegerüchte rund um den im DAX notierten Diagnostik-Konzern Qiagen. Diese bekommen nun neue Nahrung: Laut einem Medienbericht zeigen weitere mögliche Aufkäufer entsprechendes Interesse an einer Akquisition der Hildener.
Wie das Manager Magazin (MM) berichtet, gebe es neue Interessenten für Qiagen. Auch unter dem neuen Chef Jonathan Pratt stehe die angeschlagene Biotech-Ikone zum Verkauf, heißt es.
Demnach habe Qiagen neben den Private-Equity-Gesellschaften KKR, EQT und Advent auch das Interesse von TPG und Bain Capital auf sich gezogen.
Im Aufsichtsrat würden vor allem Chefkontrolleur Stephen Rusckowski und Mark Stevenson als Abgesandter des aktivistischen US-Fonds Fivespan den Verkauf vorantreiben. Laut dem MM-Artikel dürfte die Schmerzgrenze bei 50 Dollar je Aktie liegen (auf aktueller Wechselkursbasis umgerechnet 43,58 Euro pro Papier). Die Gespräche würden sich noch in einem frühen Stadium befinden, doch das mögliche Preisniveau setzt eine klare Erwartungshaltung für potenzielle Bieter.
Bei Qiagen gab es erst Anfang September einen Führungswechsel. Jonathan Pratt steht seit Monatsbeginn an der Spitze des Konzerns. Er folgte auf Thierry Bernard. Pratt kann auf mehr als 25 Jahre internationale Führungserfahrung mit einem Fokus auf die Bereiche Life Sciences, Labortechnologien sowie das Gesundheitswesen zurückgreifen. Spannend in diesem Zusammenhang: Vor dem CEO-Posten bei Qiagen war Pratt auf dem Chefposten bei der Filtration Group, die wiederum für satte neun Milliarden Dollar an die Parker-Hannifin Corporation verkauft wurde.
Die Qiagen-Aktie nähert sich nach den erneuten Gerüchten wieder ihrem Mehrmonatshoch an. Im Falle einer potenziellen Übernahme wäre der Aufschlag auf den aktuellen Kurs überschaubar. In der Vergangenheit ist bereits ein Akquisitionsversuch des US-amerikanischen Diagnostik-Riesen Thermo Fisher Scientific gescheitert. Anleger warten ab.
Heute, 13:24
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