Hinter dem Genom-Sequenzierungsspezialisten Illumina liegen schwierige Jahre. Wachsender Konkurrenzdruck und das Hin und Her rund um den Flüssigbiopsie-Player GRAIL haben die Aktie von gut 480 Dollar im Jahr 2021 auf zeitweise unter 80 Dollar einbrechen lassen. Inzwischen zahlen Anleger wieder rund 220 Dollar pro Papier. Nicht zuletzt ist es der Erfolg von Moderna, der frische Fantasie verleiht.
Denn um überhaupt einen personalisierten Krebsimpfstoff, wie ihn Moderna und Merck & Co auf die Zielgerade bringen wollen, zum Patienten zu bringen, braucht es häufig eine DNA-/RNA-Sequenzierung, um tumorspezifische Mutationen (Neoantigene) zu identifizieren.
Illumina gilt als Weltmarktführer beim sogenannten Next-Generation-Sequencing (NGS). Die Amerikaner bauen die Maschinen und bieten zudem die passenden Verbrauchsmaterialien an. Zudem wittern die Amerikaner Chancen im Bereich der Tumorprofilierung. Das Unternehmen könnte also langfristig von der Entwicklung personalisierter Krebsimpfstoffe profitieren.
Zuletzt hat das Unternehmen ohnehin gute Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und die Erwartungen übertroffen. Im Berichtszeitraum kletterte der Umsatz um 9,5 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar, Analysten hatten nur 1,13 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Unter dem Strich wies Illumina ein bereinigtes Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,31 Dollar aus, womit die Schätzung von 1,23 Dollar pro Papier ebenfalls überboten werden konnte.
Dank der ordentlichen operativen Performance im zweiten Quartal wird die Firma mit Blick auf 2026 optimistischer: Der Umsatz soll sich zwischen 4,60 und 4,64 Milliarden Dollar einfinden (zuvor: 4,52 bis 4,62 Milliarden Dollar). Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird nun zwischen 5,30 und 5,40 Dollar erwartet (vorher: 5,15 bis 5,30 Dollar).
Der Turnaround bei der Illumina-Aktie hat zuletzt an Dynamik gewonnen. Investierte Anleger bleiben dabei, der Stopp kann vorerst noch bei 137 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna. Merck & Co.
Aktien der Moderna befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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