Die Aktie von Bruker fliegt hierzulande immer etwas unter dem Radar vieler Marktteilnehmer. Dabei agiert das Unternehmen im wichtigen Bereich der instrumentellen Analytik und ist damit mit seinen Lösungen in vielen Branchen unverzichtbar. Nach eher enttäuschenden Quartalszahlen zuletzt können sich die Ergebnisse zum vergangenen dritten Quartal sehen lassen.
Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 1,6 Prozent auf 874 Millionen Dollar. Analysten hatten hingegen nur mit 869 Millionen Dollar gerechnet. Unter dem Strich wies der Analytik-Spezialist einen bereinigten Gewinn von 0,56 Dollar je Aktie aus. Auch hier konnte der Konzern mit deutschen Wurzeln die Schätzung in Höhe von 0,43 Dollar pro Papier übertreffen.
Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr hat Bestand: Bruker will einen Umsatz zwischen 3,52 und 3,56 Milliarden Dollar erzielen (Vorjahr: 3,44 Milliarden Dollar). Unter dem Strich soll ein bereinigter Gewinn von 2,10 bis 2,15 Dollar eingefahren werden.
Das Unternehmen sendet positive Signale im Hinblick auf die Auftragslage. Unter anderem berichtete Bruker über eine "starke, KI-getriebene Nachfrage nach Messgeräten für Speicherchips und fortschrittliche Verpackungstechnologien". Aber auch in anderen Bereichen verspürt der Konzern eine substanzielle Nachfrage: "Hervorragendes Auftragswachstum durch mehrjährige Verträge für supraleitende Drähte, Fusionsenergietechnologien und Geräte für die Hochenergiephysik", heißt es in der Präsentation zu den Q3-Zahlen.
Bruker agiert am Puls der Zeit und ist mit seinen Analytik-Maschinen in vielen Branchen eine gefragte Größe. Zur Stunde legt der Titel um 14,7 Prozent auf 64,80 Dollar zu. Ein nachhaltiger Sprung über das Jahreshoch bei knapp 67 Dollar würde schnell weiteres Kurspotenzial freisetzen. Investierte Anleger setzen auf dieses Szenario und sichern ihre Position mit einem Stopp bei 42 Euro ab.
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