Der größte US-Krankenversicherer, UnitedHealth Group, hat am heutigen Dienstag vor dem US-Börsenstart die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt und hier die Erwartungen klar übertroffen. Gleichzeitig wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Das kommt an der Börse gut an. Die Aktie steigt vorbörslich knapp drei Prozent.
UnitedHealth hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten klar übertroffen und die Gewinnprognose für 2026 angehoben. Der größte private Krankenversicherer der USA peilt nun ein bereinigtes Ergebnis von mindestens 20,50 Dollar je Aktie an, zuvor waren 19,50 bis 20 Dollar in Aussicht gestellt.
Der Sanierungskurs gewinnt an Fahrt. Um die Margen zu stabilisieren, schrumpft der Konzern bewusst seine Mitgliederzahl, steigt aus unrentablen Verträgen aus und investiert massiv in Künstliche Intelligenz und wertebasierte Versorgung. Dabei hängt die Vergütung von Ärzten und Einrichtungen am Behandlungserfolg, an der Qualität und an der Kosteneffizienz statt an der Zahl der Leistungen.
Zahlenseitig überzeugte das Quartal klar: Das bereinigte Ergebnis lag bei 4,69 Dollar je Aktie, erwartet worden waren 4,12 Dollar. Der Umsatz sank zwar auf 112,7 Milliarden Dollar, lag aber über den erwarteten 111,4 Milliarden. Der Nettogewinn stieg auf 4,11 Milliarden Dollar, nach 2,35 Milliarden im Vorjahr.
Die Medical Care Ratio fiel auf 88,4 Prozent, Analysten hatten 89,9 Prozent erwartet. Finanzchef Wayne DeVeydt mahnt dennoch zur Vorsicht: Die Kosten liegen weiter über dem historischen Niveau. Als Treiber nannte er das Streitschlichtungsverfahren nach dem No Surprises Act, das die Ausgaben um mindestens einen Prozentpunkt erhöht. Gegensteuern soll die wertebasierte Versorgung.
Die Aktie gewinnt im vorbörslichen US-Handel 2,7 Prozent auf 388,75 Dollar. Die Erholungsbewegung nimmt damit weiter Fahrt auf. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 295,00 Euro dabei.
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