Seit einigen Monaten ist klar: PolyPeptide hat das Interesse von potenziellen Aufkäufern angezogen. Das bestätigte das Unternehmen kurz nach aufgekommenen Gerüchten. Der Pharma-Zulieferer, der sich auf die Produktion von Peptiden für die biopharmazeutische Industrie fokussiert, könnte in Zukunft von einem südkoreanischen Player geführt werden.
In der Nacht auf Montag lief die Nachricht über den Ticker, dass Samsung Biologics ein Übernahmeangebot für PolyPeptide vorgelegt hat. Die Südkoreaner bieten 44,31 Schweizer Franken je Aktie (umgerechnet 48,00 Euro), was ein paar Prozentpunkte über dem Schlusskurs vom Freitag liegt. Allerdings wurde für eine PolyPeptide-Aktie im Laufe des Jahres auch schon mehr bezahlt.
Dennoch will Samsung Biologics eine Prämie von 40 Prozent auf den Schlusskurs vom 10. April bezahlen. Es handelt sich dabei um das Kursniveau vor dem Aufkommen der ersten Marktgerüchte, dass sich der Peptid-Hersteller in M&A-Gesprächen befindet.
Der Mehrheitsinhaber der Gesellschaft, die Draupnir Holding, hinter der sich der schwedische Milliardär Frederik Paulsen verbirgt, hat bereits signalisiert, dass Angebot von Samsung Biologics zu akzeptieren. Dennoch müssen noch mehr Aktionäre zustimmen. Die Annahmequote liegt bei 66 Prozent und es bedarf entsprechender behördlicher Genehmigungen.
DER AKTIONÄR hatte zu Jahresbeginn die Story von PolyPeptide im Aktien-Report "Schaufeln für Wegovy und Co: Turnaround-Chance mit Verdopplungspotenzial" vorgestellt und die Aktie zum Kurs von 32,00 Euro zum Kauf empfohlen. Auf Basis des vorgelegten Übernahmeangebotes resultiert daraus nun ein Kursplus von 50 Prozent.
Samsung Biologics hat ein Ausrufezeichen gesetzt und die Zustimmung der Draupnir Holding bereits eingeholt. Unklar ist dennoch, ob nicht ein weiterer potenzieller Bieter in Erscheinung tritt. Hierbei handelt es sich allerdings nur um Spekulationen. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand und warten die weiteren Entwicklungen ab.
20.07.2026, 09:17
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