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30.06.2020 Marion Schlegel

Roche gelingt Zulassungserfolg – dreht die Aktie jetzt wieder auf?

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Roche

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat in der laufenden Woche bereits mehrere Zulassungserfolge feiern können. Zuletzt hat Roche für das Medikament Phesgo, eine Kombination von Perjeta und Perjeta in fester Dosierung, von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs erhalten. Dies teilte Rochte am Montagabend in Basel mit.

Die Daten hätten entsprechend gezeigt, dass 85 Prozent der Patienten Phesgo im Vergleich zur intravenösen Standardverabreichung bevorzugten. Es sei dies das erste Mal, dass Roche zwei monoklonale Antikörper kombiniert habe, die durch eine einzige Injektion verabreicht werden können.

Auch in Japan konnte Roche in dieser Woche bereits einen Zulassungserfolg feiern. Das Medikament Enspryng (satralizumab) darf demnach bei der Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit der Krankheit Neuromyelitis-optica-Spektrum (NMOSD) eingesetzt werden. Die Zulassung erfolgte durch das japanische Gesundheitsministerium (MHLW), so Roche.

NMOSD ist eine Autoimmunerkrankung des Zentralnervensystems, die durch entzündliche Läsionen in Sehnerven und Rückenmark gekennzeichnet ist. Aufgrund permanenter neurologischer Störungen führt sie zu einer kontinuierlichen und signifikanten Verschlechterung der Lebensqualität.

Erst Mitte Mai hatte Roche anlässlich des Jahrestreffens der Europäischen Akademie für Neurologie (EAN) neue Studiendaten zur Sicherheit des Produktkandidaten Satralizumab vorgelegt, welche dem Mittel beim Einsatz gegen die Krankheit NMOSD eine gute Verträglichkeit attestierten. Die Zulassung von Enspryng in Japan sei die erste im asiatischen Raum, schreibt Roche nun.

Nachdem die Aktie von Roche im Mai noch ein neues Allzeithoch markieren konnte, ging dem Papier zuletz etwas die Luft aus. Die Aktie befindet sich derzeit in einer Seitwärtskonsolidierung. Die 200-Tage-Linie bei knapp 320 Franken stellt eine wichtige Unterstützung dar. Die Aktie bleibt einer der Pharmafavoriten des AKTIONÄR. Anleger bleiben an Bord, sollten aber etwas Geduld mitbringen.

(Mit Material von dpa-AFX)