Der Onkologie-Spezialist Revolution Medicines gehört zu den Überfliegern der Biotech-Szene 2026. Auf Jahressicht hat die Aktie satte 487 Prozent zugelegt. Zwischenzeitliche Übernahmegerüchte und bahnbrechende Studienergebnisse im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs sorgten für diese unglaubliche Neubewertung.
Und geht es nach den Analysten der Bank of America, so hat der Biotech-Titel noch ein wenig Luft nach oben. Vergangene Woche bestätigte das Kreditinstitut die Kaufempfehlung für Revolution Medicines mit einem Zielkurs von 225 Dollar. Für den Analysten Alec W. Stranahan ist das Papier ein "Top-Pick".
Demnach stehe die Zulassung für Daraxonrasib zur Behandlung von PDAC (häufigste und bösartigste Bauchspeicheldrüsenkrebs-Form) in den USA kurz bevor, während die Prüfung in der EU noch laufe.
Neue Daten zu Elironrasib würden für eine hauseigene G12C-Kombination mit Daraxonrasib sprechen, so Stranahan. Die Nachfrage nach Daraxonrasib im Rahmen des "Expanded Access Program" scheine laut der Bank of America stark zu sein.
Durch das Programm können stark betroffene Patienten bereits vor der offiziellen FDA-Zulassung den Zugang zum neuen Hoffnungsträger erhalten. Daraxonrasib konnte im Frühjahr mit starken Phase-3-Daten aufwarten und die Überlebenszeit im Vergleich zu einer Chemotherapie in etwa verdoppeln. Der medizinische Bedarf an neuartigen Therapien zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs ist enorm hoch.
Mit einem Plus von rund fünf Prozent markiert die Aktie von Revolution Medicines einmal mehr ein neues Allzeithoch. Die Marktkapitalisierung von gut 45 Milliarden Dollar preist inzwischen viel Fantasie bei dem Unternehmen ein, zumal die Biotech-Schmiede bis dato kein zugelassenes Produkt am Markt an. Investierte Anleger bleiben an Bord, Zukäufe sollten allerdings nun zurückgestellt werden.
17.08.2026, 19:36
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