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29.11.2021 Andreas Deutsch

Omikron: Crash oder alles halb so schlimm – vier Szenarien

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Die Corona-Mutation hat die Börsen am Freitag in Aufruhr versetzt. Gesundheitsexperten sind besorgt wegen der Omikron-Variante. Offenbar breitet sich das Virus, das mehrere Mutationen aufweist, noch schneller aus als die Delta-Variante. Die Analysten von Goldman Sachs haben analysiert, wie es weitergehen könnte.

Im Negativszenario erwartet Goldman Sachs, dass sich das globale Wachstum wegen der schnellen Übertragbarkeit im ersten Quartal 2022 auf zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt. Das wären etwa 2,5 Prozentpunkte unter der aktuellen Prognose.

Die Inflationsaussicht sei „zweideutig“.

Im „extremen Negativszenario“ rechnen die Analysten mit wesentlich schwereren Krankheitsverläufen und einem wesentlich schlechteren Schutz vor Hospitalisierung als bei Delta.

„Dann würde das globale Wirtschaftswachstum noch stärker zurückgehen“, so Goldman Sachs. „Die Auswirkungen auf die Inflation wären mehrdeutig.“

Im Szenario „falscher Alarm“ heißt es: Omikron breitet sich langsamer aus als Delta und hat keine Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum und die Inflation.

Im vierten Szenario, dem Positivszenario, gehen die Analysten davon aus, dass sich Omikron leichter überträgt, aber viel weniger schwere Krankheitsverläufe verursacht. Dann könnten sich die bisherigen Konjunkturprognosen als zu konservativ herausstellen und die Inflation könnte zurückgehen.

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Es ist noch viel zu früh zu beurteilen, welches Szenario das wahrscheinlichste ist. Hoffnung in der extrem stressigen Phase macht immerhin: Es wird aller Wahrscheinlichkeit nicht lange dauern, bis ein angepasster Impfstoff zur Verfügung stehen wird, sollte Szenario 1 oder 2 eintreten. Das haben die beiden mRNA-Spezialisten BioNTech und Moderna klargemacht (zum Artikel gibt es hier). Beide Unternehmen, seit vielen Monaten auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR, sind klare Profiteure der Entwicklung.

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