Der dänische Biopharma-Konzern hat auf dem Kapitalmarkttag in der vergangenen Handelswoche bekräftigt, seine Pipeline verstärken zu wollen. Das Management rund um CEO Maziar Mike Doustdar erhöht bereits die Schlagzahl: Nach einem Technologie-Lizenzdeal mit der schwedischen Nanexa ist Novo (vormals Novo Nordisk) erneut in China fündig geworden.
Das Unternehmen sichert sich den Zugriff auf den Wirkstoff HRS-1596 von Hengrui Pharma. Hierbei handelt es sich um einen GLP-1/GIP-Doppelrezeptoragonisten zur einmal wöchentlichen oralen Einnahme, der gegen Adipositas, Diabetes und andere metabolische Erkrankungen entwickelt werden kann. Die Substanz steht erst vor dem Eintritt in die klinische Überprüfung.
Dass Novo große Stücke auf das Programm setzt, zeigen die Zahlen der Transaktion. Die Dänen sichern sich die exklusiven globalen Rechte an HRS-1596 mit Ausnahme von Festlandchina, Hongkong, Macao und Taiwan gegen eine Vorauszahlung in Höhe von 300 Millionen Dollar. Bis zu 2,3 Milliarden Dollar zusätzlich könnte der Deal für Hengrui Pharma einbringen. Zudem winken mögliche Umsatzbeteiligungen.
„Novo hat auf dem Gebiet der oral verabreichbaren Peptide Pionierarbeit geleistet und als Marktführer sind wir bestrebt, unsere breite und tiefgehende Pipeline an oralen Wirkstoffen in den Bereichen Adipositas, Diabetes und anderen kardiometabolischen Erkrankungen durch unsere starken internen Kompetenzen und führende externe Innovationen kontinuierlich voranzutreiben“, so Novo-CSO Martin Holst Lange.
Der Manager ergänzt: „Hengrui Pharma kann auf eine nachweisliche Erfolgsbilanz bei der Entdeckung und Weiterentwicklung innovativer Therapien zurückblicken, bei denen die Patienten im Mittelpunkt stehen. Wir freuen uns sehr, HRS-1596 in unsere wachsende Pipeline aufzunehmen und sein Potenzial zu erkunden, um die Messlatte für die Anwendungsfreundlichkeit in diesem Bereich höher zu legen.“
Novo baut seine Entwicklungspipeline durch einen durchaus teuren Deal aus. Schließlich befindet sich HRS-1596 erst vor dem Eintritt in die Phase 1. Zuletzt hat sich die Aktie auf einem niedrigen Niveau etwas stabilisieren können, nachdem der Kapitalmarkttag für Ernüchterung unter den Marktteilnehmern sorgte. Anleger beachten den Stopp bei 33 Euro.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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