Deutliche Fortschritte bei der Profitabilität hatten die Nordex-Aktie Ende 2025 und Anfang 2026 massiv angetrieben. Doch inzwischen steckt der Turbinenbauer seit Monaten in einer Konsolidierungsphase fest. Die jüngsten Ausbruchsversuche über die 40-Euro-Marke wurden stets abverkauft. Auch neue Aufträge helfen derzeit nicht.
Am Dienstag hat der Konzern einen neuen Auftrag im deutschen Heimatmarkt vermeldet. Die Erneuerbare Energien Plattform Navaris hat vier Turbinen des Typs N163/6.X sowie zwei Turbinen des Typs N175/6.X für einen 42-Megawatt-Windpark in Rheinland-Pfalz bestellt. Zu dem Auftrag zählt auch ein Premium-Servicevertrag über 20 Jahre. Die Installation der Turbinen und die Inbetriebnahme des Windparks sollen 2028 erfolgen.
„Wir freuen uns sehr über dieses weitere Projekt mit unserem Stammkunden, mit dem wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit in Deutschland fortsetzen können“, zeigte sich Karsten Brüggemann, Vice President Region Europe von Nordex Group sehr zufrieden. „Der Auftrag unterstreicht das erneute Vertrauen in unsere Turbinentechnologie sowie in unsere langjährige Partnerschaft.“
Die Auftragslage bei Nordex bleibt also unverändert gut. Zuletzt haben zudem höhere durchschnittliche Verkaufspreise der Turbinen dafür gesorgt, dass die Profitabilitätsprobleme der Vergangenheit angehören und die vollen Auftragsbücher mittlerweile auch in profitable Umsätze umgewandelt werden können. Ende Juli hatte der Konzern so auch mit starken Zahlen überzeugt und vor allem bei der Marge die Erwartungen übertroffen.
Mehrfach ist die Nordex-Aktie in den vergangenen Wochen am nachhaltigen Sprung über die 40-Euro-Marke gescheitert. Am Dienstag stehen Windaktien an der Börse wieder einmal unter Druck. Da hilft auch die neue Auftragsmeldung nicht. Neueinsteiger warten deshalb weiter auf ein klares Kaufsignal. Wer bereits investiert ist, kann angesichts der grundsätzlich starken operativen Entwicklung an Bord bleiben. Stopp: 32,50 Euro.
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