Moderna hat am vergangenen Mittwoch ein wahres Kursfeuerwerk abgefeuert. 177 Prozent ging es an nur einem Tag nach oben. Am Donnerstag setzten dann erste Gewinnmitnahmen ein, bevor die Aktie am Freitag erneut kräftig zulegen konnte. Auch der deutsche mRNA-Konkurrent BioNTech zeigte starke Kursausschläge.
Auslöser waren positive Daten zu Intismeran autogene, einem personalisierten mRNA-Krebsimpfstoff, den der US-Konzern gemeinsam mit Merck entwickelt. In der Phase-3-Studie INTerpath-001 erreichte die Kombination bei mehr als 1.100 Patienten mit Hochrisiko-Melanom beide Studienziele: Gegenüber Keytruda allein verbesserte sie das rezidivfreie Überleben und das Ausbleiben von Fernmetastasen.
Die Kombination aus mRNA-Impfstoff und Keytruda löste in der Studie keine zusätzlichen schweren Nebenwirkungen aus. Die beobachteten Reaktionen entsprachen weitgehend typischen Impfreaktionen, wie sie auch nach Grippe- oder Covid-Impfungen auftreten.
Dr. Elizabeth Buchbinder, eine Melanom-Spezialistin am Mass General Brigham Cancer Institute, sagte, Ärzte müssten bei Patienten, deren Krebs operativ entfernt wurde, häufig zwischen dem Nutzen einer Behandlung mit Keytruda und dem Risiko von Nebenwirkungen abwägen – insbesondere bei Patienten, deren Rückfallrisiko lediglich bei etwa 20 Prozent liegt. Der zusätzliche Nutzen des Impfstoffs „könnte diese Abwägung verändern“, zeigt sie sich zuversichtlich. Sie glaubt, dass der Ansatz dieser Kombi-Behandlung auf eine große Zahl verschiedener Krebsarten anwendbar sein könnte.
Moderna-Chef Stéphane Bancel hält eine Zulassung des Wirkstoffs vorbehaltlich der behördlichen Prüfung bereits 2027 für möglich.
Die jüngsten News von Moderna gaben dem gesamten Biotech-Sektor kräftig Auftrieb. Auch die Aktie von BioNTech meldete sich zurück. Insgesamt stimmen die Entwicklungen langfristig ganz klar zuversichtlich für die Branche. DER AKTIONÄR favorisiert hier weiter Moderna und setzt auch im AKTIONÄR-Depot weiter auf den Titel.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech, Moderna, Merck & Co.
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Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.
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