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17.01.2022 Michel Doepke

GlaxoSmithKline: Übernahmeinteresse beflügelt – Unilever-Aktie bricht ein

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GlaxoSmithKline

Der britische Konsumgüterkonzern Unilever will sein Geschäft mit Gesundheitsprodukten ausbauen. Das Unternehmen hat dabei bereits ein Auge auf die Konsumgütersparte von GlaxoSmithKline (GSK) geworfen. Ein milliardenschweres Angebot lehnte der britische Pharmakonzern am Wochenende jedoch ab. Analysten zweifeln dabei auch am Sinn der Transaktion.

James Edwardes Jones von der Bank RBC zeigte sich insgesamt nicht überrascht über das Käuferinteresse an der GSK-Sparte - wohl aber, dass es sich dabei um Unilever handele. Der Analyst hält dies "für keine gute Idee". Er habe eher Unternehmen wie Reckitt Benckiser oder Procter & Gamble im Sinn gehabt. Er nimmt an, dass Unilever den Vorstoß gemacht hat, um die schwierigen Aussichten im bestehenden Geschäft zu überdecken.

Gerüchte am Wochenende

Der britische Konsumgüterkonzern Unilever - bekannt unter anderem für Marken wie Langnese, Knorr oder Pfanni - hatte nach einem Bericht der Sunday Times über eine mögliche Übernahme am Wochenende bereits das Interesse bestätigt und mitgeteilt, die GSK-Tochter würde gut zum eigenen Portfolio passen.

Unklar ist, ob Unilever das Gebot aufstocken könnte. Laut GSK bot der Konzern 41,7 Milliarden Pfund in bar sowie eigene Aktien im Wert von 8,3 Milliarden Pfund, so dass das Angebot ein Volumen von 50 Milliarden Pfund (60 Milliarden Euro) hatte.

Beflügelt vom Übernahmeinteresse und dem hohen Preis, den Unilever offenbar bereit war, zu begleichen, sorgt für Auftrieb bei der GSK-Aktie. Der Pharma-Wert erreicht am Montag ein neues Mehrjahreshoch.

GlaxoSmithKline (WKN: 940561)

Die Kritik von Seiten der Analysten an einer möglichen Transaktion und die Übernahmepläne haben die Aktie von Unilever indes auf Talfahrt geschickt. Zur Stunde verlieren die Papiere satte acht Prozent.

Unilever plc (WKN: A0JNE2)

DER AKTIONÄR bleibt ganz klar zuversichtlich, was die langfristigen Perspektiven für GSK angeht. Sowohl eine Transaktion als auch ein erfolgreicher Börsengang der Sparte würden dem Unternehmen frischen finanziellen Spielraum verschaffen. Gewinne laufen lassen. Bei der Unilever-Aktie ist das Chartbild nun massiv angeschlagen. Wer dennoch investiert ist, beachtet den Stopp des AKTIONÄR bei 37,00 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: GlaxoSmithKline.

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