Unter der Leitung von Konzernchef Michael Sen hat sich Fresenius einem Umbau unterzogen. Randbereiche wurden verkauft, die Effizienz gesteigert und schlussendlich auch der Schuldenabbau forciert. Das kommt bei der Rating-Agentur S&P Global gut an, was sich in einem verbesserten Ausblick widerspiegelt.
Aufgrund von verbesserten Geschäfts- und Kreditkennzahlen hat S&P Global den Ausblick für den Gesundheitskonzern auf "positiv" angehoben, das Rating "BBB" wurde indes bestätigt.
"Unserer Ansicht nach werden sich das Geschäft von Fresenius und eine unterstützende Finanzpolitik schrittweise verbessern und die Stärkung der Kreditkennzahlen stützen", heißt es in der Begründung der Rating-Agentur. "Nach der Veräußerung von Vamed hat der Konzern seinen Fokus auf seine beiden Hauptsparten Fresenius Kabi und Fresenius Helios geschärft und daran gearbeitet, neue Wertpotenziale zu erschließen, insbesondere in seinen Wachstumsbereichen Medizintechnik, Biopharma und Ernährung."
S&P Global gehe davon aus, dass sich die Kreditkennzahlen im Zeitraum von 2026 bis 2027 weiter verbessern werden und Fresenius das Wachstumspotenzial weiter nutzen werde.
Die Bad Homburger haben die Quote der Netto-Finanzverbindlichkeiten im Vergleich zum EBITDA im vergangenen Jahr auf den Faktor 2,7 reduziert. 2023 lag diese Kennzahl noch bei 3,8 Prozent. Zeitgleich stieg die Eigenkapitalquote von 2023 auf 2025 um fünf Prozentpunkte auf nun 48 Prozent.
S&P Global trägt mit dem angehobenen Ausblick Rechnung für die deutliche Verbesserung der Fresenius-Konzernkennzahlen in den zurückliegenden Jahren. Die Aktie befindet sich indes wieder auf einem attraktiven Einstiegsniveau für Anleger mit Weitblick, die sich eher defensiv positionieren wollen. Darüber hinaus winkt eine ordentliche Dividenden-Rendite von derzeit 2,3 Prozent.
Heute, 11:55