Der Gesundheitskonzern Fresenius hat im ersten Quartal den Umsatz und den Gewinn zwar steigern können, blieb allerdings etwas hinter den Analystenerwartungen zurück. Indes erweitern die Bad Homburger ihre bestehende Zusammenarbeit mit dem Software-Riesen SAP.
Doch zunächst ein Blick auf die wichtigsten Eckdaten für das erste Quartal: Aus eigener Kraft steigerte Fresenius den Umsatz vor Sondereinflüssen um fünf Prozent auf 5,74 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 5,81 Milliarden Euro etwas mehr auf dem Zettel. Das Konzern-EBIT stieg auf bereinigter Basis um sechs Prozent auf 678 Millionen Euro (Schätzung: 6,82 Milliarden Euro).
Unter dem Strich schnitt Fresenius mit einem Kernergebnis je Aktie von 0,82 Euro besser ab als vom Markt im Vorfeld erwartet. Die Prognose lag bei 0,77 Euro.
Indes bestätigte der Gesundheitskonzern die Zielvorgaben für 2026: Das organische Umsatzplus soll zwischen vier und sieben Prozent liegen, die EBIT-Marge bei rund 11,5 Prozent. Beim währungsbereinigten Kernergebnis je Aktie peilt Fresenius weiter einen Zuwachs zwischen fünf und zehn Prozent an.
Parallel zur Zahlenvorlage kündigte Fresenius an, in Avelios Medical zu investieren. Die Beteiligung entwickelt demnach ein modulares Krankenhausinformationssystem (KIS), das klinische und administrative Prozesse durchgängig digitalisiert und auf offenen Standards aufbaue. "Mit SAP und Fresenius holen wir führende technologische und klinische Exzellenz an den Tisch - und gehen damit einen entscheidenden Schritt hin zu einem offenen Ökosystem für die Gesundheitswirtschaft. Die Partnerschaft validiert unseren Ansatz, unser Produkt und unser Team", ist Christian Albrecht, Co-Gründer und CEO von Avelios, überzeugt.
Fresenius hat die Erwartungen im ersten Quartal leicht verfehlt, die Aktie ist allerdings schwach in die Zahlenvorlage gegangen. Grundsätzlich stimmen die mittel- bis langfristigen Aussichten, kurzfristig drängt sich jedoch charttechnisch kein Einstieg auf. Wer investiert ist, beachtet den Stopp bei 39 Euro.
Heute, 07:27