Die Aktie des Hamburger Wirkstoffforschers gehört mit einem Plus von knapp sieben Prozent zur Wochenmitte zu den stärksten Werten im SDAX. Damit setzt sich der Biotech-Titel wieder deutlicher von den Mehrjahrestiefs bei 4,00 Euro nach oben ab, die der deutsche Nebenwert vor Kurzem markiert hat. Mit Verzögerung scheint die Aktie auf News vom Montag zu reagieren.
Denn die Tochtergesellschaft "Just – Evotec Biologics" konnte eine Vereinbarung mit der Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) unter Dach und Fach bringen. Diese zielt auf die verbesserte Bioproduktion von Antikörpern gegen Ebola und verwandte Viren ab.
Evotec beziffert den Gegenwert der mehrjährigen Programmförderung bei Ausübung aller Optionen auf einen Gegenwert von bis zu zehn Millionen Dollar (Vereinbarung umfasst eine Grundlaufzeit und zwei Optionsfristen). Mit dieser Förderung zur Entwicklung kosteneffizienter medizinischer Gegenmaßnahmen beabsichtige die BARDA, die nationale Vorsorge zu stärken und die Reaktionsfähigkeit der US-Regierung durch wirksame Therapeutika gegen Filovirus‑Erkrankungen zu verbessern, heißt es in einer Pressemitteilung.
Zwei von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassene Therapeutika auf Antikörper-Basis gegen die Ebola-Virus‑Erkrankung sind zwar bereits am Markt (Ebanga und Inmazeb). Laut Evotec bestehen derzeit allerdings keine zugelassenen Behandlungen für Infektionen durch das Sudan-Virus.
Gute News von Evotec, die zu Wochenbeginn im vom Iran-Krieg geprägten Marktumfeld etwas untergegangen sind. Aus charttechnischer Sicht ist nun wichtig, dass die Supportzone bei der runden Marke von 4,00 Euro zukünftig hält. Nach Ansicht des AKTIONÄR drängt sich derzeit kein Einstieg beim Wirkstoffforscher aus Hamburg auf. Evotec muss weiter daran arbeiten, das Vertrauen des Kapitalmarktes zurückzugewinnen. Watchlist!
Heute, 13:53