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23.04.2021 Marion Schlegel

Dividendengarant Roche: Aktie an kritischer Marke – das ist jetzt wichtig

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Roche

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat in den USA von der Aufsichtsbehörde FDA die Zulassung für einen Krebs-Prognosetest erhalten. Bei dem Test (VENTANA MMR RxDx) handle es sich um die erste Begleitdiagnostik, die Endometriumkrebspatientinnen identifiziere, die für eine sogenannte Anti-PD1-Immuntherapie in Frage kämen, teilte Roche am Freitag in Basel mit.

Endometriumkrebs, eine Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut, ist laut Roche die häufigste gynäkologische Krebsart in den USA und die vierthäufigste Krebsart bei Frauen in Nordamerika. Insgesamt würden weltweit 90.000 Frauen an dieser Krebsart zu Tode kommen. Und leider gebe es erst begrenzte Behandlungsmöglichkeiten für Frauen, deren Erkrankung während oder nach einer Erstlinientherapie fortschreite.

Vor Kurzem hat Roche die Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Diese fielen im Rahmen der Erwartungen aus, besonders stark verlief aber das Geschäft mit Covid-19-Tests. Die Analysten sind sich derweil uneinig, was die weitere Entwicklung der Aktie angeht.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Roche auf "Neutral" mit einem Kursziel von 310 Franken belassen. Das Wachstum des Pharmakonzerns dürfte sich im kommenden Jahr eher verhalten gestalten, auch im Fall von weniger Gegenwind durch die Corona-Krise, schrieb Analyst Richard Vosser in einer am Freitag vorliegenden Studie. Das gelte auch, wenn die aktuellen Belastungen nachließen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hingegen hat Roche nach den Zahlen zum ersten Quartal mit einem Kursziel von 441 Franken auf der "Conviction Buy List" belassen. Die Erlöse des Pharmakonzerns seien wie von ihm erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Keyur Parekh in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Die Konsensschätzung hätten die Kennziffern leicht übertroffen.

Die Aktie von Roche konnte in den vergangenen Tagen zulegen und dabei auch die wichtige 200-Tage-Linie übertreffen. Zuletzt musste sie jedoch wieder Federn lassen. Nun gilt es, die 200-Tage-Linie erfolgreich zu verteidigen. icht zu verachten weiterhin: die starke Dividendenrendite von derzeit 3,0 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)