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24.08.2020 Marion Schlegel

Dividenden-Perle Novartis: Eine gute und eine schlechte Nachricht

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Novartis

Das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis hat zuletzt sowohl Erfolge als auch Misserfolge verbucht. Noch Ende vergangener Woche erhielt der Konzern die Zulassung für das Multiple-Sklerose-Medikament Kesimpta (Ofatumumab) in den USA. Zu Beginn der neuen Woche gab es allerdings enttäuschende News zur Krebs-Immuntherapie Spartalizumab. Diese hat in einer Kombi-Studie der Phase 3 ihr Ziel verfehlt.

Zunächst zu den positiven News: sogar früher als gedacht hat die US-Zulassungsbehörde FDA grünes Licht für Kesimpta gegeben. Ursprünglich war der Entscheid erst für September erwartet worden. Nun wird Kesimpta voraussichtlich Anfang September in den Vereinigten Staaten erhältlich sein. Derzeit liefen zudem weltweit weitere Genehmigungsanträge. Die Zulassung in Europa werde bis zum zweiten Quartal 2021 erwartet.

Zu Spartalizumab: Die Krebs-Immuntherapie hat die Ziele in Kombination mit Tafinlar und Mekinist in einer Phase-3-Studie verfehlt. Der Pharmakonzern will Spartalizumab nun in Kombination mit anderen Onkologiemitteln testen.

Der primäre Endpunkt in der Phase-3-Studie "COMBI-i-trial" für Patienten mit einem BRAF V600-mutierten Melanom sei nicht erreicht worden, teilte der schweizerische Pharmakonzern am Wochenende mit. Als primärer Endpunkt diente das progressionsfreie Überleben, sprich die Zeit zwischen dem Start der Studie und dem Fortschreiten der Erkrankung oder des Todes des Patienten.

Obwohl die Studie diesen Endpunkt nicht erreicht habe, würden die Ergebnisse wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, welche Rolle die Immuntherapie bei künftigen Krebstherapie-Kombinationen spielen könne, schrieb Novartis. Zudem unterstreiche sie die bereits etablierte Bedeutung von Tafinlar und Mekinist für die betroffenen Patienten.

Die Aktie von Novartis präsentiert sich am heutigen Montag leicht im Plus. Knapp ein Prozent geht es nach oben auf 79,23 Schweizer Franken. Damit setzt das Papier die jüngste Erholung fort. Wichtig ist nun, dass der Widerstand im Bereich von 80 Franken überwunden werden kann. Ein starkes positives Signal würde allerdings erst der Sprung über die 200-Tage-Linie liefern. Nicht zu verachten: Die starke Dividendenrendite von derzeit 3,8 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)