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10.12.2020 Marion Schlegel

Dividenden-Liebling Roche: „Chance auf Sonderdividende“

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Roche

Roche hat erste Ergebnisse aus seiner Phase-3-Studie IMvigor 010 zur Behandlung einer bestimmten Form von Blasenkrebs vorgestellt. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, wurden diese ersten Daten am Krebskongress European Society for Medical Oncology Immuno-Oncology vorgestellt, der noch bis zum 12. Dezember virtuell abgehalten wird.

In der Studie wurde das Immuntherapeutikum Tecentriq als Monotherapie bei Patienten eingesetzt, die an muskelinvasivem Urothelkarzinom (MIUC) leiden und zuvor eine Operation hinter sich hatten (adjuvant). Die ersten Daten zeigten, dass Tecentriq vor allem bei Patienten mit zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) einen Vorteil beim krankheitsfreien Überleben (DFS) zur Folge hatte.

Allerdings seien diese Daten noch explorativ, so Roche weiter. Auf Basis dieser Daten werde man aber eine neue Phase-3-Studie bei Patienten mit ctDNA-positivem muskelinvasivem Blasenkrebs in die Wege leiten.

Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Roche von 385 auf 360 Franken gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Peter Welford überarbeitete in einer am Donnerstag vorliegenden Studie seine Prognosen für den europäischen Pharmasektor. Generell bleibt er mit Blick auf das robuste Wachstum für die Branche positiv gestimmt. Bei Roche sieht er die Möglichkeit einer Sonderdividende in 2021. Trotz des Starts mehrerer größerer neuer Arzneien, die für nachhaltige Umsätze sorgten, sei das Wachstum im Pharmageschäft allerdings durch die Schwierigkeiten bei den Biosimilars weiter begrenzt.

DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls zuversichtlich bei der Aktie von Roche. Interessant ist außerdem die jüngste Partnerschaft mit dem US-Biotech-Unternehmen Moderna zur gemeinsamen Bekämpfung von Corona. Investierte Anleger bleiben an Bord, Neueinsteiger können auf dem aktuellen Niveau zugreifen.

(Mit Material von dpa-AFX)