Der Pharma-Riese Eli Lilly hat zum Start in die neue Handelswoche einen weiteren Lizenzdeal vermeldet. Die weltweit angelegte Kooperationsvereinbarung mit der an der Nasdaq notierten OmniAb zielt auf ein Ionenkanal-Programm ab. Das therapeutische Ziel und die Wirkmechanik geben die Unternehmen indes nicht preis.
Klar ist hingegen, dass OmniAb eine Vorabzahlung von Eli Lilly erhält und den Anspruch auf Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu 370 Millionen Dollar für die Forschung, Entwicklung und Vermarktung sowie auf gestaffelte Lizenzgebühren auf den weltweiten Nettoumsatz hat.
„Wir freuen uns, diese wichtige neue Partnerschaft mit Lilly einzugehen“, so OmniAb-Chef Matt Foehr. „Lilly konzentriert sich auf die Bereitstellung von Medikamenten zur Deckung großer ungedeckter medizinischer Bedürfnisse, und unsere differenzierte Expertise sowie unsere etablierten Technologien im Bereich der Ionenkanäle sind bestens geeignet, um dieses neue Forschungsprogramm voranzutreiben.“
Die neu aufgesetzte Zusammenarbeit mit Eli Lilly hat positive finanzielle Folgen für die Biotech-Gesellschaft OmniAb. Das Unternehmen rechnet mit liquiden Mitteln für das laufende Jahr zwischen 49 und 53 Millionen Dollar. Zuvor war OmniAb von lediglich 37 bis 41 Millionen Dollar ausgegangen.
Die OmniAb-Aktie, die am vergangenen Freitag mit gut 590 Millionen Dollar an der Börse bewertet wurde, steigt im vorbörslichen Handel um 20 Prozent. Der Small Cap ist bereits vor dem Coup mit Eli Lilly zuletzt kräftig angezogen.
Eli Lilly knüpft an die Deal-Serie der vergangenen Monate an. Der Pharma-Konzern, der eine enorm starke Nachfrage nach seinen Adipositas- und Diabetesmedikamenten verzeichnet, hat in diesem Jahr schon mehrfach zugeschlagen und spannende Assets eingekauft. Die Bewertung der Gesellschaft ist allerdings weiterhin sportlich; Anleger warten ab.
Heute, 14:11
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