04.03.2020 Marion Schlegel

Corona-Impfstoff-Hoffnungsträger Inovio geht durch die Decke: Aktie gewinnt 70 Prozent!

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INOVIO PHARMACEUT...

Was für ein Kurssprung: Die Aktie des US-Biotech-Unternehmens Inovio ist am Dienstag in New York um 70 Prozent nach oben geschossen auf 7,45 Dollar. Der Grund: Das Unternehmen macht Fortschritte bei seinen Bemühungen, einen Impfstoff gegen das Coronavirus, das COVID-19 verursacht, zu entwickeln. Wie es hieß, soll bereits im kommenden Monat eine klinische Studie gestartet werden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Impfstoffen, bei denen inaktive Viren verwendet werden, setzt die Inovio-Plattform bei der DNA an, um ein Protein aus dem Virus in den Zellen der Patienten zu exprimieren. Das Immunsystem schlägt aufgrund des fremden Proteins Alarm und entwickelt Antikörper dagegen. Bereits nach nur drei Stunden, nachdem das Unternehmen Zugang zur DNA-Sequenz des neuen Coronavirus erhalten hatte, hat Inovio begonnen, den Impfstoff INO-4800 zu entwickeln.

Inovio Pharmaceut... (WKN: A115GK)

Zunächst hieß es, dass im Sommer dieses Jahres mit klinischen Tests begonnen werden soll. Aufgrund der Dringlichkeit wurde dieser Zeitrahmen nun aber drastisch verkürzt. Vorklinische Tests haben bereits begonnen. Im März sollen 3.000 Dosen des Impfstoffkandidaten für klinische Studien hergestellt werden. Im April soll dann eine klinische Studie in den USA mit 30 gesunden Freiwilligen starten.

Finanziell unterstützt wird das Unternehmen von der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI). Neun Millionen Dollar Förderung im Rahmen einer Vereinbarung bereits an Inovio.

DER AKTIONÄR hatte das Unternehmen bereits in Ausgabe 05/2020 als Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus bei Kursen von 3,32 Euro vorgestellt. Die Aktie bleibt hochinteressant, aber auch weiterhin hochspekulativ. Es handelt sich bei dem Unternehmen allerdings nicht um Ein-Produkt-Unternehmen, sondern hat durchaus noch weitere Projekte in der Pipeline, die sich bereits in der finalen Phase der klinischen Entwicklung befinden.