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Bayer vor Hauptversammlung: 10 Jahre Monsanto – "Eine Dekade des Niedergangs"

Bayer vor Hauptversammlung: 10 Jahre Monsanto –
Foto: Henning Kaiser/picture alliance/dpa
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Michel Doepke Heute, 08:24 Michel Doepke

Bei Bayer steht die diesjährige Hauptversammlung am morgigen Freitag (24. April) auf der Agenda. Im Vorfeld liegt dem AKTIONÄR die Rede von Rede von Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investment, vor. Er vertritt erneut die Fondsgesellschaft auf der Bayer-Hauptversammlung.

Erneut übt Speich harte Kritik an der umstrittenen Übernahme von Monsanto. "Am 23. Mai 2016 nahm mit der Ankündigung von Bayer, Monsanto zu übernehmen, das Unheil seinen Lauf. In wenigen Wochen jährt sich der Tag nun zum zehnten Mal. Eine Dekade des Niedergangs", so der Manager. "Der DAX hat sich in dieser Zeit um 168 Prozentpunkte besser entwickelt als die Bayer-Aktie inklusive Dividenden, auch wenn es einen kleinen Lichtblick gibt. Der Aktienkurs ist seit der letzten Hauptversammlung um rund 90 Prozentpunkte gestiegen. Die Verzweiflung ist also neuer Zuversicht gewichen." Allerdings sei Bayer bei Weitem nicht über den Berg, so Speich weiter.

Laut Speich habe die DekaBank vier Forderungen, die Bayer voranbringen würden, darunter die Beilegung der Rechtsrisiken. Mit der Ankündigung des erweiterten Sammelvergleichs mit Glyphosat-Klägern von Februar 2026 habe Bayer zwar erneut einen Schritt zur Risikoreduktion gemacht. "Dass dies zu einer weiteren gerichtlichen und wirtschaftlichen Entlastung beitragen kann, ist unbestritten. Aber diese Entlastung hat ihren Preis. Die mit dem Vergleich verbundenen Mittelabflüsse belasten den freien Cashflow und verschlechtern damit die ohnehin schon angespannte Verschuldungssituation im Jahr 2026", merkt Speich in seiner Rede an.

Anders als in den Vorjahren stimmt die DekaBank in diesem Jahr allen Tagesordnungspunkten zu – und damit auch der Entlastung des Vorstands.

Bayer (WKN: BAY001)

Anders als in den Jahren zuvor dürfte die diesjährige Hauptversammlung bei Bayer weniger turbulent zugehen. Das liegt sicherlich auch an der starken Erholung der Aktie von den Mehrjahrestiefs, die unter anderen auf den Fortschritten zur Eindämmung der Glyphosat-Risiken zurückzuführen ist. Aus charttechnischer Sicht ringt der DAX-Titel derzeit erneut mit der 40-Euro-Marke. Anleger bleiben an der Seitenlinie.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

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