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Foto: Börsenmedien AG, Bayer
02.02.2020 Michel Doepke

Bayer und die Causa Glyphosat: Einigung noch im Februar?

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Bayer

Bei Bayer richtet sich der Fokus unverändert auf die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA. In den Vereinigten Staaten ist nun ein weiterer wichtiger Prozess gegen Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter verschoben worden. Die Streitparteien hätten sich auf eine Vertagung der Gerichtsverhandlung geeinigt, um mehr Zeit für Vergleichsgespräche zu gewinnen, teilte Bayer am Freitag mit

Prozess in Kalifornien verschoben

Der Prozess der Klägerin Kathleen Caballero hätte eigentlich an diesem Freitag bei einem Gericht im kalifornischen Martinez beginnen sollen. Dass es erneut zu einer Verschiebung eines Glyphosat-Prozesses kommt, ist ganz klar positiv für Bayer zu werten. Steht eine Lösung in der Causa Glyphosat in den kommenden Wochen bevor?

Vor einer Woche war bereits ein ähnliches Verfahren in St. Louis mit der gleichen Begründung verschoben worden. Wie es dort weitergeht, war bis zuletzt noch unklar. Bayer betonte erneut, sich "konstruktiv" beim Mediationsprozess unter Aufsicht des gerichtlich bestellten Schlichters Ken Feinberg zu engagieren. Der Konzern machte zugleich weiter klar, dass es noch keinen Deal mit den Klägeranwälten und auch keine Gewissheit und keinen Zeitplan für eine Einigung gebe.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte vor Kurzem unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen berichtet, dass Bayer die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten möglicherweise für zehn Milliarden Euro beilegen könne.

Zuvor hatte es bereits Berichte über einen bevorstehenden Vergleich gegeben. Bayer hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto Rechtsrisiken ins Haus geholt, die zu mehr als 42.700 Klagen führten.

Bayer (WKN: BAY001)

Es scheint kurz- bis mittelfristig eine Einigung in der Causa Glyphosat in den USA möglich. DER AKTIONÄR rechnet mit einer Lösung spätestens bis zur Hauptversammlung am 28. April, schließlich wurde im Vorjahr der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann vom anwesenden Grundkapital nicht entlastet. In Ausgabe 06/2020 hat DER AKTIONÄR eine Neueinschätzung für die DAX-Aktie vorgenommen, da die Chancen auf einen bezahlbaren Vergleich in naher Zukunft besser denn je sind. Mutige Anleger stellen daher einen ersten Fuß in die Tür und setzen auf dieses Szenario – mit steigenden Kursen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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