Richtungsweisende Tage für Bayer. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten wird am heutigen Freitag im Rahmen einer privaten Konferenz beraten, ob der Fall Monsanto gegen John Durnell in der Causa Glyphosat angenommen wird. Für die Leverkusener steht viel auf dem Spiel – vor allem, ob die daraus resultierenden Rechtsrisiken signifikant eingedämmt werden können.
Monsanto, der Hersteller des Pestizids, habe das Gericht gebeten zu entscheiden, ob das Unternehmen nach staatlichem Recht haftbar gemacht werden könne, weil es keine Krebswarnung auf Roundup-Behältern angebracht habe, obwohl eine solche Warnung nach Bundesrecht nicht vorgeschrieben war und nach Ansicht des Unternehmens sogar im Widerspruch zum Bundesrecht stand, heißt es in einem Newsletter des Supreme Courts SCOTUStoday.
Gemäß der Regeln des Obersten US-Gerichtshofes müssen vier der neun Richter für die Annahme eines Falls stimmen. Fünf der neun Richter müssen hingegen stimmen, um einen Aufschub bei einem Rechtsstreit zu gewähren. Tritt der erste Fall ein, heißt es "Certiorari". Hierbei handelt es sich um ein Rechtsmittel, mit dem ein höheres Gericht die Akten eines niedrigeren Gerichts zur Überprüfung anfordert.
Auf dieses Szenario hofft Bayer. Nimmt der Supreme Court den Fall zur Überprüfung an, könnte dies am Montag mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Im Vorfeld erhielt der DAX-Konzern bereits ein positives Signal: Der Generalanwalt der Vereinigten Staaten (Solicitor General) unterstützt den Antrag auf Prüfung des Falls Durnell.
Die Bayer-Aktie hat in den zurückliegenden Wochen bereits eine mögliche Annahme des Falls in Teilen eingepreist. Wird der Durnell-Rechtsstreit nicht vom Supreme Court angenommen, droht ein Rückschlag beim DAX-Titel. In Ausgabe 49/25 vom 28. November 2025 wurde ein Discount-Call auf Bayer mit der WKN UG8QQ9 vorgestellt und die jüngste Aufwärtsbewegung aktiv begleitet. Das Derivat bleibt eine Halteposition (Stopp: 1,40 Euro).
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
09.01.2026, 10:40