23.04.2020 Thorsten Küfner

Royal Dutch Shell setzt den Rotstift an

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Royal Dutch Shell

Die rigorosen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen rund um den Globus für kräftige Einbrüche der Wirtschaftstätigkeit und dementsprechend auch bei der Nachfrage nach Rohöl und anderen Ölprodukten. Darauf reagiert nun der britische-niederländische Energieriese Royal Dutch Shell mit Kürzungen.

So hat das Unternehmen angekündigt, bei zwei Raffinerien in den USA die Produktion erheblich herunterzufahren. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge soll Shell auch bereits einigen Ölförderern gegenüber angekündigt haben, dass sich der Rohöl-Bedarf der konzerneigenen Raffinerien im Zuge des Shutdowns um zehn bis im schlimmsten Fall sogar 50 Prozent verringern könnte.

Darüber hinaus hat Shell die Entscheidung darüber, ob man zwei Tiefsee-Projekten in der Nordsee und im Golf von Mexiko erschließen wird, bis ins kommende Jahr verschoben.

Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M)

Die Ankündigungen sind sinnvoll und keine Überraschung. Es dürfte nun spannend werden, ob der Konzern auch bald in anderen Bereichen weitere Kürzungen vornehmen wird und ob die satte Dividende, die in diesem Jahr höchstwahrscheinlich aus der Substanz gezahlt werden müsste, aufrechterhalten wird.

Die Aktie bleibt weiterhin ausnahmslos für mutige Anleger geeignet. Diese sollten ihr Investment mit einem Stopp bei 11,80 Euro absichern.

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Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Shell.