24.01.2020 Marion Schlegel

Tesla nach der Mega-Rallye: Skepsis wächst

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Tesla
Trendthema

Die Aktie des US-Elektroautobauers Tesla ist in den vergangenen Tagen von einem Hoch zum nächsten gestiegen. Mittlerweile ist das Unternehmen an der Börse höher bewertet als Volkswagen. Zwischenzeitlich hatte das Papier sogar bei der Marktkapitalisierung – der aktuelle Kurs multipliziert mit der Menge umlaufender Aktien – die magische Hürde von 100 Milliarden Dollar überschritten.

Während zuletzt die Analysten ihre Kursziele und Einschätzungen reihenweise nach oben angepasst haben, werden mittlerweile auch immer mehr kritische Stimmen laut.

Experten des Analysehauses Wedbush hatten ihre Zielmarke für die Aktien von Tesla in dieser Woche deutlich von 370 auf nun 550 Dollar nachgezogen. Noch zuversichtlicher präsentierte sich der Analyst Pierre Ferragu von New Street Research mit Blick auf die kommenden Jahre. Er hält sogar einen Tesla-Kurs von bis zu 1.700 Dollar für möglich gehalten – allerdings nur im denkbar besten aller möglichen Szenarien.

Andere Analysten weisen aber darauf hin, dass die aktuelle Bewertung nur eine Momentaufnahme sei. Branchenexperte Frank Schwope von der NordLB meinte beispielsweise, man müsse die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung von Tesla im Auge behalten – der US-Hersteller war bisher über weite Strecken unprofitabel. „100 Milliarden sind schon eine starke Hausnummer", sagte Schwope. „Aber der Anleger honoriert ja vor allem Erwartungen." Mit Blick auf die Schwierigkeiten, die Tesla zum Beispiel in der Produktion großer Stückzahlen für den Auto-Massenmarkt habe, sei der zwischenzeitliche Börsenwert "doch wohl etwas überzogen".

Tesla (WKN: A1CX3T)

Der Chart der Tesla-Aktie zeigt trotz der jüngsten leichten Konsolidierung weiterhin extrem steil nach oben. Auch die Bewertung ist sicherlich kein Schnäppchen mehr. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass Übertreibungen nach oben durchaus heftig ausfallen können. DER AKTIONÄR empfiehlt deswegen, die mittlerweile ordentlichen Gewinne (plus 141 Prozent) seit der jüngsten Empfehlung des AKTIONÄR laufen zu lassen, den Stopp aber sukzessive zur Gewinnabsicherung nachzuziehen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

(Mit Material von dpa-AFX)

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