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Ryanair mit Zahlen: Chef warnt – das sagen jetzt die Analysten

Ryanair mit Zahlen: Chef warnt – das sagen jetzt die Analysten
Foto: Tobias Arhelger/stock.adobe.com
Ryanair Holdings Plc - %
Marion Schlegel Heute, 10:54 ‧ Marion Schlegel
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Gewinn nach Steuern um sechs Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, wie die Iren am Montag in Dublin mitteilten. Im ersten Halbjahr 2026/27 summiert sich das Minus auf 15 Prozent. Für das kommende Jahr rechnet die Fluggesellschaft mit zwei Milliarden Euro höheren Treibstoffkosten.

Die Antwort: ein umfassendes Sparprogramm. Auf dem Prüfstand stehen Flughafenverträge, die Besetzung an Bord und mehr künstliche Intelligenz. Finanzvorstand Neil Sorahan stellt klar: Alles steht zur Diskussion, von Lohnstopps bis zu weiteren Bereichen. Der Ölpreis dürfte in den kommenden zwölf Monaten hoch bleiben, der Gürtel muss daher enger geschnallt werden. Schon im ersten Halbjahr bremste die Kaufzurückhaltung der Kunden das Geschäft, Flüge wurden später gebucht und die Ticketpreise gedrückt.

Ryanair (WKN: A1401Z)

Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet damit, dass die Ticketpreise in Europa im kommenden Jahr spürbar steigen, um bis zu 20 Prozent. Im Interview mit CNBC begründete er das mit auslaufenden Treibstoffabsicherungen und einem weiterhin hohen Ölpreis.

Für 2027 rechnet Ryanair mit Mehrkosten beim Treibstoff von rund zwei Milliarden Euro, die höhere Ticketpreise nach Einschätzung des Konzerns nicht vollständig auffangen. Deshalb startet die Airline nun eine Kostenprüfung: Die Crew-Kontingente sollen sinken, eine befristete Gehaltspause ist möglich, und künstliche Intelligenz soll für mehr Effizienz sorgen.

Beim Angebot zieht Ryanair die Reißleine. Das Passagierziel für das Gesamtjahr wurde im September von 216 auf 214 Millionen gesenkt. Im Winter soll das Volumen von November bis März etwa auf Vorjahresniveau bleiben. O'Leary betont, es mache keinen Sinn, Kapazitäten auszubauen, wenn man Öl zu 170 Dollar einkaufe.

Die Analysten bleiben derweil optimistisch für die Aktie von Ryanair. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Ryanair nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 29 Euro belassen. Analyst Harry J Gowers verweist zum einen auf die geplante Preiserhöhung sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm. Das US-Analysehaus Bernstein Research vergibt weiterhin „Outperform“, das Kursziel von 30,00 Euro wurde bestätigt.

Die Aktie von Ryanair zeigt sich zum Wochenstart recht robust. Sie kann gut zwei Prozent zulegen und dabei über die 50-Tage-Linie steigen. Die nächste wichtige Hürde ist die 200-Tage-Linie. Morgen am Dienstag wird es in der Luftfahrtbranche hierzulande bereits wieder spannend. Dann wird die Deutsche Lufthansa ihre Quartalszahlen vorlegen. Erwartet wird ein Umsatz von 12,1 Milliarden Dollar sowie ein Gewinn je Aktie von 0,83 Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum erzielte die Lufthansa 11,2 Milliarden Euro sowie 0,81 Euro je Aktie. Die Aktie steigt heute im Vorfeld fast drei Prozent, ist aber charttechnisch weiterhin klar angeschlagen.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

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